Twitter/Facebook gehört ins ERP-System

 

Ich habe diese Woche eine kleine TestApp geschrieben, um zu prüfen wie viel Aufwand eine Twitter Implementierung in unser hauseigenes ERP-System bedeutet. Wieso habe ich das gemacht? Meiner Meinung nach gibt es eine begrenzte Anzahl an Anwendungen, die ein Anwender täglich mehrfach verwenden kann und will. Die Anzahl bewegt sich zwischen 3 und 4 an der Zahl. Ich setze voraus, dass das ERP-System und der Emailclient (in der Regel Outlook) in jedem Fall hierzu zählen. Hinzu können je nach interner IT Landschaft noch ein Intranet (z.B. SharePoint), ein CTI Client (z.B. Swyx) und bzw. oder ein Messenger (z.B. der Live Messenger) kommen. Wohlgemerkt ist dies nur praktikabel, wenn man mit zwei Monitoren arbeitet. Bei lediglich einem Monitor, wäre diese Anzahl schon zu viel des Guten.

Offensichtlich ist hier nur wenig Spielraum für weitere Clients. Ein manueller Aufruf über die Homepage der jeweiligen Web 2.0 Sites schließe ich aus, weil damit der Browser ständig offen sein müsste und weil die Leute jeden Tag daran denken müssten, diese Seite zu öffnen und sich einzuloggen. Eine große Verbesserung bietet auch die Option von Chrome und Firefox nichts, dass man die Site als Desktop Anwendung verknüpft.

Doch gerade bei diesen Kommunikationskanälen ist es wichtig, dass sie ständig geöffnet sind, da sonst der Vorteil des schnellen Informationsaustausch verloren geht. Kritiker werden jetzt natürlich einwenden, dass die ständigen Updates das Arbeiten behindern. Dem will ich entgegen setzen, dass sie dann diese Systeme nicht dem Business gemäß nutzen, sondern das Verhalten privater Nutzer adaptieren. Beispielsweise kann man lediglich einen Tweet, nämlich den Unternehmens-Tweet, abonnieren, sodass nur diese Informationen angezeigt werden. Man kann auch den Tweet als privat deklarieren.

Um also Twitter erfolgreich in die täglichen Geschäfts- und Kommunikationsprozesse zu integrieren, sollte man Web 2.0 Portale in das ERP System implementieren. Ich will dabei gar nicht darauf eingehen wie das visuell erfolgen könnte. Vielmehr ist mein Anliegen zu zeigen, dass dies schnell und einfach erfolgen kann:

Unser ERP-System basiert auf der .NET Plattform. Deshalb nahm ich mir die Seite www.codeplex.com her und suchte nach einer freien Library, die mir den Zugriff auf Twitter abstrahierte. Ich fand nicht nur ein Framework, sondern gleich mehrere. Ich lud mir NTwitter herunter, erstellte ein Projekt, band die Assembly ein und schrieb folgenden Code, den ich an eine Listbox (ctrl_Output) gehängt habe:

   1: var twitterApi = new NTwitter.Twitter("hecoGmbH", passwordDectrypted);

   2: var tweets = _twitterApi.GetUserTimeline(twitterer);

   3:  

   4: foreach (tweet s in tweets)

   5: {

6: ctrl_Output.Items.Add(s.CreatedAt.ToString() +" Uhr" + (char) 9 +

HttpUtility.HtmlDecode(s.Text));

   7: }

Leider musste ich zum decodieren von HTML Zeichen die Assembly System.Web referenzieren, die nur in Projekten zur Verfügung steht, welche als Target das vollständige .NET Framework voraussetzen. In der Regel sind aber auf Clients nur die Client Versionen von .NET installiert. Deshalb habe ich die Assembly mit ins Projekt kopiert. Die Lösung funktionierte auf Anhieb!

image

Aber Vorsicht: Twitter will keine weiteren Clients von Dritten. Ich gehe jetzt einfach mal davon aus, damit nicht die Integration ins eigene ERP-System gemeint war Smiley mit geöffnetem Mund

Mit Tag(s) versehen:

Schreibe einen Kommentar

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s

%d Bloggern gefällt das: