Archiv für den Monat November 2011

Meine Definition eines Social Media Managers

Kürzlich suchte ich auf Wikipedia eine Definition für das Berufsbild „Social Media Manager“ (SMM). Wie ich schon erwartet hatte, gab es dazu keinen direkten Treffer.
Vor nicht allzu langer Zeit las ich in diesem Kontext einen Artikel, der sinngemäß folgendes postuliert: Viele Firmen schreiben die Stelle des Social Media Managers aus ohne genau sagen zu können, welche Aufgaben dieser eigentlich erfüllen können soll und welche Voraussetzungen er mitbringen muss.
Doch laut aktuellen Umfragen (Quelle) sind SMMs stark gefragt.

Für mich also Grund genug meine persönliche Sicht zu schildern. Wohlgemerkt gebe ich hier nur meine Erfahrung darüber, wie ich die Funktion innerhalb meines Unternehmens wahrnehme, wieder:

Da Unternehmensziele wie schnellere Kommunikation, bessere Kollaboration, einfacheres Wissensmanagement und marktdurchdringende PR  sich nicht sich nicht auf eine einzige Abteilung beziehen, macht eine erfolgreich Social Media Strategie die Beteiligung vieler Unternehmensstellen notwendig. Kurz: Social Media ist eine Querschnittsfunktion. Deshalb bedarf es nicht einer Einzelperson zur Implementierung, sondern einer Gruppe.

Der Social Media Manager nimmt in dieser – wie ich sie gerne nenne – „Social Media Task Force“ nun nicht die typische Projektmanager Rolle in Form eines „Leaders“ ein. Diesen prägnanten Unterschied zu verstehen und zu verinnerlichen, fällt vielen Menschen schwer.
Der Grund liegt aber, wenn man den Gedanken von Web 2.0 lebt, auf der Hand: Es gibt hier keine hierarchischen Strukturen. Man denke nur an Wikipedia oder Facebook. Erst dadurch kann die sogenannte „kollektive Intelligenz“ entstehen. Wer nun aber versucht mit einer „altbackenen“ Struktur „Digital Native“-verdauliche Inhalte und Angebote zu generieren, der muss früher oder später scheitern!

Deshalb sehe ich den Social Media Manager als technisch versierten Innovationsgeber, Motivator und Mentor. Er findet immer wieder innovative Ansätze zur Zielerreichung, er hilft den Mitgliedern eigene Ideen zu entwickeln und er motiviert sowohl die idealerweise buntgemischte Gruppe, als auch den Rest des Unternehmens, allen voran die Meinungsmacher. Um diese Funktionsausprägung einnehmen zu können, müssen ihm die Social Media Prozesse und Denke inhärent einverleibt sein. Das bedeutet, dass jeder, der sich nicht intensiv mit den Werkzeugen und Möglichkeiten beschäftigt, nicht für das Berufsbild geeignet ist. Die Person muss aktiv und mit Freude bloggen, twittern und facebooken. Ein pro forma Facebook Account ist nur durch die Web 2.0 Todsünde schlechthin zu toppen: Kein Facebook Konto! Jemand, der selbst noch nie Fussball gespielt hat, sollte auch kein Trainer werden.
Einen Punkt – quasi eine Warnung – gilt es noch zu nennen: SMMs müssen sogenannte „schöpferische Zerstörer“ mit Nerven aus Stahl sein, da sie einen Palast aus revolutionären Gedanken in einer Welt der stillstandliebenden Nein-Sager bauen müssen! Nichts ist ein Tabuthema, was ich ich mit folgendem Zitat polemisch unterstreichen will:

„Der Verweis auf das CI Design ist heutzutage der Joker des Marketings um Innovationen im Keim zu ersticken.“ – Uli Armbruster

Hier meine (Teil-)Auflistung an Skills, die ein SMM mitbringen sollte:
•    In höchstem Maße innovativ und kreativ
•    Guter Teamplayer
•    Interdisziplinär aufgestellt
•    Verständnis für die Geschäftsprozesse
•    Gutes Projektmanagement
•    IT Affinität

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Interview online

Im Rahmen ihrer Social Media Bemühungen ist die Firma heco dabei den eigenen YouTube Channel zu füllen. Auch ich habe mich – logischerweise als Social Media Manager – zur Verfügung gestellt. Ich spreche über meine aktuelle Position im Unternehmen, mein Tätigkeitsumfeld und natürlich über die Zeit meiner Ausbildung an der Dualen Hochschule in Karlsruhe (damals noch Berufsakademie).

Jeder, der noch Fragen zum Thema DHBW Studium und Wirtschaftsinformatik hat, kann mich gerne über die üblichen Kommunikationswege anschreiben.

Accessing Git without VPN/LAN connection

Setting up your Git repository while you’re in your company domain will bring up some trouble because the connection string is stored in your config. Follow these steps:

  • Navigate into the invisible directory “.git” of your repository
  • Open the “config”-File with notepad
  • Search for “[remote "origin"]”
  • Change the value of “URL”

For example, in my case it was git@ci:comwork which works fine, if i have VPN access. If i want to sychronate over the internet, i need to use git@repository.heco.de:comwork.git (notice: the suffix .git is optional; replace repository.heco.de with your address).

Zwischenfazit Social Media – Teil 3

Bunt gemischt

Wie ich bereits in Teil 1 “Das Gelände abstecken” erwähnt habe, hatten wir eine buntgemischte Truppe. Ein weiterer wesentlicher Punkt war, dass die Kollegen auf Grund ihre tagesgeschäft-bezogenen Arbeit nur wenig bis gar keine Erfahrung mit Projektmanagement hatten.

 

Das erste Treffen

Dementsprechend war das Ziel des ersten Treffens das Definieren des kleinsten gemeinsamen Nenners an Wissen. Das fing beispielsweise so an, dass ich die Gruppenmitglieder gefragt habe, ob mir jemand den Begriff Social Media erklären kann. Danach klapperten wir typische Schlagworte wie Microblogging, Blogs, Social Networks, usw. ab. Nach einer guten Stunde hatten wir damit den Ist-Zustand erfasst.

Als nächstes nannten wir Rahmenbedingungen und Ziele. Allerdings möchte ich lieber von Visionen sprechen, da das Wort ‘Ziele’ für mich wenig Raum für Innovation und Agilität lässt. Eine der Visionen war, dass wir in Zukunft Azubi Interviews in Form von Videos anbieten würden. Ein Social Media Profi erkennt hierin schon die Intension zur Verbesserung der Personalakquise (zu den Unternehmensstrategien komme ich in einem späteren Beitrag). Nachdem mit Live Chat, Azubi Interviews, Facebook Fanpage bereits das Interesse der Digital Natives geweckt war, nutzten wir die Chance um “richtig zu motivieren”.

„Ich arbeite sehr viel und sehr gerne, und ich glaube, daß es das Wichtigste für einen Unternehmer ist, daß die Mannschaft stets motiviert wird.“ Willy Bogner

„Einer der besten Wege, die Moral aufzubauen und das Interesse an der Arbeit zu vergrößern, ist das konsequente Delegieren von Verantwortung.“ Cyril Northcote Parkinson

Die zwei Zitate zu Herzen nehmend, erklärten wir der Gruppe welche Möglichkeit sich ihnen hier bietet: Sie konnten einen ganz neuen Weg gehen, der in Zukunft zu einem wesentlichen Eckpfeiler des Unternehmens werden sollte. Wir hatten die volle Unterstützung von der Geschäftsleitung und wir konnten annähernd autark Entscheidungen treffen. Ich erinnere mich an einen Satz im besonderen: “Wie cool ist es denn, wenn euer Ausbilder euch später mal um euren Rat oder um eure Hilfe bittet”.

Nachdem die Ist-Situation ermittelt und das Team “abgeholt” wurde, begannen wir das Projekt zu planen. Mehr dazu in meinem nächsten Beitrag.

Visual Studio 2012 x64

There won’t be a x64 version:

“[…] We plan to continue with this approach of reducing overall resource utilization for the remainder of the product cycle, and will not be investing in an x64 version of Visual Studio at this time.”

Nathan Halstead
Visual Studio Program Manager

Source: http://goo.gl/svmM0

Zwischenfazit Social Media – Teil 2

Den Kapitän ins Boot holen

Im ersten Teil der Serie bin ich nur kurz auf darauf eingegangen, dass ich eine Freigabe von der Geschäftsleitung eingeholt habe. Dazu muss man wissen, dass die Firma heco in der Regel auf die Empfehlungen ihrer IT hört, sodass wir nicht nur als Business Enabler agieren, sondern auch als innovativer Ideengeber tätig werden können. Das wird sicherlich bei allen Firmen der Fall sein.

Typische Gegenargument, auf die der ein oder andere stoßen wird, lauten:

  • Das macht für unsere Branche / für unseren speziellen Fall keinen Sinn
  • Unsere Mitbewerber machen das auch nicht
  • Das ist noch zu früh
  • Unsere Kunden nutzen das nicht
  • Da gibt es so viele Negativbeispiele
  • Das ist lediglich ein Hype, der vorbei geht
  • Das ist nur etwas für den privaten Gebrauch

Ich kann euch hier natürlich kein Patentrezept nennen und eine vollständige Erörterung würde den Rahmen sprengen. Allerdings gibt es hierzu schon viel Material im Netz. Trotzdem möchte ich euch ein paar Anregungen mitgeben, auf denen eure Recherchen aufbauen können:

  • Argumentiert immer aus der Sicht von strategischen Unternehmenszielen. Facebook und Co sind lediglich ein Werkzeug, um diese zu unterstützen
  • Wenn man bedenkt, dass das Social Web inzwischen in Autos, Kameras, Fernsehern, Smartphones und vielen weiteren essentiellen Alltagsgegenständen Einzug gehalten hat, dann kann man sicherlich nicht mehr von einem Hype reden, der bald vorüber ist.
  • Innovation bedeutet, dass man dem Kunden etwas bietet, von dem er noch gar nicht wusste, dass er es braucht
  • Der Faktor Zeit: Es ist ein langer Weg, um sich im Social Web zu positionieren. Selbiges gilt für die damit einhergehende innerbetriebliche Umstellung. Die Frage muss also lauten: Ist das Thema auch in 2 Jahren noch nicht für uns interessant, d.h. wird es zu diesem Zeitpunkt für unsere strategischen Ziele (z.B. Kundenbindung) relevant sein?
  • Tatsächlich ist es so, dass Social Media seine Stärken noch nicht so deutlich für den B2B Markt ausspielen kann, wie für den B2C Markt. Aber das ist lediglich eine Frage der Zeit.
  • Wer die Geschichte kennt, der weiß eines: Was im privaten Alltag der Menschen Erfolg hat, wird auch auf das Berufsleben überschwappen. Der Zug kommt und das schneller als man denkt!

Eines sei noch erwähnt: Setzt euch gut mit den Pro und Contra Argumenten auseinander, denn am Schluss muss man die gesamte Belegschaft überzeugen, nicht nur die GL! Ein Boot, auf dem nur die IT und GL rudern, wird euch nicht ans Ziel bringen! Aber hierzu komme ich später noch einmal zu sprechen.

In meinem nächsten Blogeintrag erzähle ich über unseren Einstieg in das Thema mit der Gruppe.

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