Mobile Serie – Ebook Reader

In diesem Beitrag befasse ich mich mit der Nutzung von Ebook Readern im privaten Umfeld. In einem späteren Beitrag gehe ich auf den beruflichen Einsatz ein.

Ich hatte die letzten Wochen Gelegenheit meinen Kindle ausgiebig zu testen und eines steht fest: Ich bin begeistert! Kein Wunder, warum die Branche boomt. Die Lesequalität steht der im Vergleich zu normalen Büchern in nichts nach. Selbst direkte Sonneneinstrahlung schmälert die Anzeige nicht. Und genau hierbei grenzen sich die digitalen Lesegeräte ganz klar von Tablets ab: Die Displaytechnologie E-Ink ist speziell auf die Lesebedürfnisse ausgelegt. Ausgenommen sind lediglich stark bildlastige und farbenreiche Werke, die weniger dafür geeignet sind. Die Akkulaufzeiten, welche lediglich von der Anzahl gelesener Seiten abhängig sind, suchen ihresgleichen (3 Monate sind keine Seltenheit).

Viele nützliche Funktionen rund um das Gesamtpaket ab:

  • Automatische Lesezeichen, sodass man überall und auf jedem Endgerät (z.B. Handy oder PC) genau dort weitermachen kann, wo man aufgehört hat
  • Eigene digitale Notizen und Markierungen, d.h. das Beschreiben von Bücherseiten mit Textmarkern entfällt. Ebenfalls toll: Das Einblenden der Notizen von Personen, denen man auf Amazon folgt, ist ebenfalls möglich.
  • Über soziale Netze lassen sich Textpassagen weiterempfehlen
  • Direktes Nachschlagen in Wörterbüchern
  • Text-to-Speech: Ein integrierte Vorlesefunktion, welche mit englischen Titeln sehr gut funktioniert
  • Günstigere Preise als für gebundene Bücher
  • Abonnements von Zeitschriften möglich
  • Verleihen und Verschenken von Inhalten ist möglich
  • Pro Monat kann ein Ebook aus der Leihbücherei geliehen werden
  • Kostenlose Ebooks erhältlich
  • Kompakt und leicht
  • Features wie ein MP3-Player sind angedacht

 

Leider ist gerade Deutschland noch Schlusslicht, was das Angebot und die Preise von Ebooks angeht (vgl. aktuelle Zahlen hier und hier). Demzufolge sind nicht alle Inhalte digital verfügbar und die Einsparungen entsprechen bei weitem nicht denen im Ausland. Doch im Segment der Fachliteratur und der englischen Titel ist eine gute bis sehr gute Abdeckung gewährleistet. Am besten erstellt man sich eine Liste seiner 10 Lieblingsbücher und schaut zunächst einmal nach, welche davon verfügbar sind, um eine Einschätzung zu bekommen. Allerdings sollte man sich auch bewusst sein, dass durch den Kauf lediglich das Nutzungsrecht eingeräumt wird. Der Vertreiber, z.B. Amazon, kann somit jederzeit dieses Recht wieder entziehen, sodass das gekaufte Buch damit weg wäre.

Für wen sind nun Ebook Reader interessant? Zunächst einmal natürlich für Leseratten. Neben barem Geld können sie sich auch das Schleppen schwerer Bücher sparen. Aber auch auf Grund des geringen Preises zw. 80-130€ dürfen Gelegenheitsleser und Zeitschriften Fans bedenkenlos zugreifen. Als Geschenk ist es allemal eine gute Idee. Persönlich denke ich auch, dass selbst Tablet-Nutzer einen Kauf in Erwägung ziehen können, was darin begründet ist, dass die zwei Geräteklassen für unterschiedliche Einsatzzwecke konzipiert sind.

Als Privatperson ist man meiner Einschätzung nach mit dem W-LAN fähigen Kindle von Amazon, welcher seit Monaten Platz 1 der Bestenlisten belegt, am besten bedient. Für geschäftliche Zwecke muss dies nicht unbedingt gelten (vgl. 1 und 2), aber dazu später mehr. Noch ein wesentlicher Punkt um Fehlkäufe zu vermeiden: Das Kindle Fire ist ein Tablet. Hier ist aber die Rede von dem Ebook Reader Kindle ohne Fire im Namen. Bitte beim Kauf darauf achten.

Noch ein Link zu dem Blogeintrag eines Lesers, der vor knapp einem Jahr sich ebenfalls mit der Thematik auseinander gesetzt hat.

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6 thoughts on “Mobile Serie – Ebook Reader

  1. Sebastian 31. Oktober 2012 um 14:47 Reply

    Man sollte die Nachteile nicht unerwähnt lassen. Diese bestehen aus meiner Sicht aus dem verminderten Angebot. Ich sehe bei Amazon immer nur den Hinweis das es das Bucht für den Kindle gibt und ich bitte Druck auf den Verlag machen soll. Hackts???
    Desweiteren gibt es Berichte wo Amazon den Zugriff auf bezahlte Inhalte mal eben gesperrt hat weil Ihnen irgendwas nicht gepasst hat.(Quelle:Heise.de)

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    • Uli Armbruster 31. Oktober 2012 um 17:30 Reply

      Ist ergänzt. Allerdings habe ich kein Problem damit Druck auf die Verlage zu machen, im Gegenteil, das mache ich gerne, damit die Deutschen Verlage mal in die Gänge kommen!.

      Hast du den genauen Link zu letzterem Punkt? Oder beziehst du dich auf die Aussage, dass mit dem Löschen des Amazon Accounts auch die gekauften Inhalte weg sind? Weil das hat Amazon gleich wieder revidiert, als der Aufschrei der Käufer kam…

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  2. Johnny Graber 31. Oktober 2012 um 15:57 Reply

    Gerade Bücher rund um Computer und Software-Entwicklung gibt es zuhauf als Version für den Kindle auch ausserhalb von Amazon. O’Reilly, Manning und Pragmatic Programmers sind 3 Verlage die ihre Bücher in jeweils sehr gut für den Kindle optimierten Versionen herausgeben.

    Ich selbst habe seit über einem Jahr einen Kindle und nutzte diesen sehr häufig. Die kaum enden wollende Akku-Laufzeit ist ein tolles Feature. Auch ein Vielleser wie ich muss nur alle paar Wochen den Kindle aufladen. Einzig für Bücher mit Fotos ist der Kindle wohl das falsche Gerät – vom Kindle Fire mal abgesehen, der eher ein Tablet ist.

    Auf http://graberj.wordpress.com/2011/11/14/amazon-kindle/ habe ich vor gut einem Jahr noch alle weiteren Vorteile aufgeschrieben, die ich am Kindle schätze.

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    • Uli Armbruster 31. Oktober 2012 um 17:28 Reply

      Ist ergänzt und verlinkt. Allerdings ist es nicht eher ein Tablet, sondern es ist auf jeden Fall ein Tablet :)

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  3. Anonymous 31. Oktober 2012 um 16:31 Reply

    Nette kleine Übersicht. Da ich auch Prime Kunde bin freue ich mich, dass jetzt endlich die Leihbibliothek auch in Deutschland verfügbar ist und ich ein Buch pro Monat umsonst leihen kann. Die Suche im Kindle ist dafür zwar sehr schlecht. Aber als Viel-Leser spare ich viel.

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  4. Uli Armbruster 31. Oktober 2012 um 17:27 Reply

    Hey, alle eure Anmerkungen wurden ergänzt. Falls euch noch etwas einfällt, als rein damit!

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