Aus der täglichen Retrospektive #3

2014-07-31 12.08.30Unsere Retrospektiven gehen weiter und die Teammitglieder entwickeln meiner Einschätzung nach ein immer besseres Gespür für Impediments. Das ist für mich als Scrum Master besonders erfreulich. Ich habe mir wieder einmal etwas herausgegriffen, von dem ich denke, dass es dem Leser helfen kann.

Es hat sich herausgestellt, dass ein wichtiger Prozess bisher nicht explizit gemacht wurde: Der Go Live.

Das führte unter anderem dazu, dass das Update erst mit mehreren Tagen Verzögerung und teilweise sogar mit Änderungen aus dem neuen Sprint durchgeführt wurde. Darüber hinaus war nicht gewährleistet, dass mit der Codebasis auch die Datenbasis aktualisiert wurde. Deshalb haben wir uns zusammengesetzt, den Prozess besprochen und diesen im Wiki festgehalten.

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Darin wird klar zw. Daten- und Code- Go Live unterschieden. Damit einhergehen auch unterschiedliche Termine und Verantwortliche. Interessanterweise wurde in der Diskussion deutlich, dass der Prozess noch detailliert visualisiert und kommuniziert werden muss. In Kanban ist das fest als Regel aufgelistet:

                  Visualize Your Workflow

Einen Einblick in unser Wiki und den Prozess werde ich demnächst in Form eines Screencasts auf YouTube und auf meinen Blog stellen. Als Abonnent kriegt ihr das automatisch mit.

Mit welchem Tool verfasst bzw. persistiert ihr eure Regeln? Wer macht das? Wird das kontinuierlich erweitert oder war das nicht mehr notwendig? Ist es euch auch schon öfters passiert, dass ihr feststellen musstet, dass Regeln nicht explizit gemacht und dadurch Probleme verursacht wurden? Gerne könnt ihr mir einen Kommentar schreiben.

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2 thoughts on “Aus der täglichen Retrospektive #3

  1. sebastiandotnet 20. September 2014 um 2:19 Reply

    Ich glaube da nicht an mehr an Regeln. Unser Tool die Regeln zu persistieren ist unser Group Manager(In deinem Fall, scheinbar du). Mit dem steht und fällt alles, entweder alle akzptieren und respektieren das oder nicht. Ich kann auch mit irgendwelchen Tools immer noch genug Bullshit produzieren wenn ich keinen Bock habe.

    Den Prozess den du als GoLive beschreibst haben wir nach dem Vorbild von SAP gelöst(Ich betrachte das vor allem als datenbankseitiges Problem, da die alten Daten dem neuen Standard jetzt nich mehr genügen) Also 3 getrennte Systeme. Einmal das Entwicklersystem, ein Transportsystem, und zum Schluss das Live System. Das dieser Prozess, ein Entwicklungssystem ins Live-System zu überführen Zeit braucht ist das was man mitunter erst erklären muss. Ich habe schon genug Tests und Previews vor dem Kunden scheitern sehen(darunter auch meine eigenen) weil die Entwickler nicht genug Zeit haten ihr System auch mal unter Live-Bedingungen zu testen, daher ist die Idee das erstmal als eigenen zeit-intensiven Prozess zu bewerten so alt/simpel wie genial. Richtig so!

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    • Uli Armbruster 22. September 2014 um 16:09 Reply

      Ich bin nicht sicher, ob ich dich in allen Punkten richtig verstehe:
      Eine Anwendung zur Visualisierung und dem Festhalten von Workflows, Regeln, etc. verwendet ihr genauso wenig wie ein Tool, um dieses Regelwerk durchzusetzen. Bei letzterem Punkt stimme ich mit dir überein, da das beste Tool nichts bringt, wenn das Team die Regeln für unsinnig hält. Jedoch müssen die Regeln/Workflows/Vereinbarungen explizit gemacht werden. Daran führt für mich kein Weg vorbei. Sind die Regeln dann aber von allen akzeptiert, so sollte ein Programm etabliert werden, was das automatisierte Durchführen erledigt, schließlich verschwendet man sonst wertvolle Zeit für stupide Wiederholungsarbeit.
      Wir arbeiten ebenfalls mit 3 Stages, jedoch sind die Übergänge inzwischen sehr stark automatisiert, da wir früher oder später im Web dort ankommen wollen, wo wir bei unserer Inhouse ERP-Entwicklung bereits sind: Continuous Integration & Continuous Delivery.

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