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Schneller zur besseren Webseite mit einer Business Analyse

Für unseren größten Kunden die heco gmbh haben wir eine Business Analyse durchgeführt, um vor der anstehenden Neuentwicklung die richtigen Entscheidungen treffen zu können. Wie wichtig die Informationen über Markt, Mitbewerber, Anwender und Kunden sind und welche Schlussfolgerungen sich daraus ziehen lassen, zeige ich in diesem Video:

Während dies bei „normalen“ (im Sinne von offline bzw. intern) Software-Projekten schon eher Usus ist, kann man davon bei Web-Projekten  noch lange nicht sprechen. Meiner Erfahrung nach spielen hier Aussehen und „etwas auf die Leinwand bringen“ die erste Geige. Eine schier riesige Zahl an Feature-Wünschen, die man auf anderen Seiten gesehen hat, lässt die Stakeholder träumen.
 

Der Langsamste, der sein Ziel nicht aus den Augen verliert, geht noch immer geschwinder, als jener, der ohne Ziel umherirrt. – Lessing

 

Aus unserer Sicht ist es elementar sich die Zeit zu nehmen, um sich als Dienstleister in die Domäne des Kunden einzuarbeiten. Denn viele hoch priorisierte Wünsche sind eher nice-to-have Anforderungen. Oder schlimmer: Das „Warum“ ist gar nicht geklärt und das Produkt bzw. die Webseite wird am eigentlichen Zweck vorbei entwickelt. Da wird dann auch mal der Wunsch nach einem News-System laut, obwohl im Jahr nur 1-2 Neuigkeiten auf der Webseite eingepflegt werden sollen. Dabei wäre es unter Umständen geradezu eine Revolution in der Branche, würde man im Gegensatz zu den Mitbewerbern Echtzeitbestände und -preise auf der Webseite anbieten.

Um richtig priorisieren und die Technologie auswählen zu können, ist deshalb ein solides Know How der Domäne des Kunden notwendig, denn sonst verbaut man sich schnell Möglichkeiten, die dann teuer und langwierig umgebaut werden müssen. Setze ich beispielsweise auf SignalR, so kann ich jedem Besucher, der ein bestimmtes Produkt geöffnet hat, Änderungen am Bestand aktiv mitteilen. Auf der anderen Seite muss ich mir nicht unnötig Komplexität ins Projekt holen, wenn der Bestand von vor 2 Stunden völlig ausreichend ist. Oder wenn der Besucher gar nicht in der Lage ist bestimmt Funktionen zu bedienen (ja, das gibt es durchaus => kenne deine Anwender).

Viel Spaß mit dem Video, auch wenn es etwas lang wurde. Daran merkt man aber schon wie weitreichend das Thema ist. Schreibt mir in die Kommentare, ob ihr auch schon zu solchen Projekten gestoßen seid, bei denen das fehlende Domänenwissen zu Entwicklungsproblemen führte.

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Wenn es ein bisschen mehr sein darf – Zusatzleistungen für IT-ler

Die Karrierebibel nennt in ihrem Beitrag die Top 10 Benefits der Arbeitgeber. Erwartungsgemäß sind flexible Arbeitszeiten und Home Office ganz oben. Der Firmenwagen rangiert hingegen nur noch auf Platz 6.

Neben diesen – in der Regel bekannten und häufig angebotenen – Zusatzleistungen würde ich gerne wissen, was euch abseits vom Mainstream reizen würde. Dazu ein paar Gedanken meinerseits:

  • Eine Putzfrau für die eigene Wohnung
  • 2 extra Urlaubstage nach 10-jähriger Firmenzugehörigkeit (z.B. 32 statt 30)
  • Zusatzkrankenversicherung (z.B. für Heilpraktiker, Zähne oder Brillen)
  • Freistellung und Übernahme der Kosten für eure Fachvorträge, Community Touren oder Vorlesungen (sprich ihr betätigt euch nebenher als Referent und die Firma unterstützt euch voll dabei)
  • Regelmäßige Firmenausflüge (z.B. mal an den Bodensee)
  • Jahresticket für den Nahverkehr (dann kann es freitags direkt zum TGIF-Bierchen gehen)
  • Provision bei Vermittlung von Kunden oder neuen Mitarbeitern (bringt allen etwas)
  • Übernahme der Kosten fürs Fitnessstudio
  • Home Office Ausstattung (abseits vom Mainstream z.B. höhenverstellbare Schreibtische oder W-LAN Router)
  • Kindle / Tablet
  • Unterstützung beim Hobby (beim Marathon-Läufer z.B. Laufschuhe, Startgebühr und Shirt)
  • Kostenfreie Getränke
  • Tischkicker
  • Mitnahme von Urlaub ins Folgejahr
  • Auszahlung Urlaubstage

Ich bin gespannt, was euch einfällt. In ein paar Tagen will ich mit den Vorschlägen eine Umfrage über Facebook / Twitter starten, um zu schauen, welche davon vielleicht bei uns zum Einsatz kommen sollten.

In meinem vorherigen Beitrag habe ich zur Diskussion über die Anforderungen an ein modernes Büro angeregt.

Was IT-ler von einem modernen Büro erwarten

Welche Anforderungen habt ihr als IT-ler an eure Büros?

Schreibt mir in die Kommentare was immer euch wichtig ist. Besonders interessiert mich wie wichtig die Location für euch ist.

  • Wollt ihr z.B. keinesfalls in einem Großraumbüro arbeiten?
  • Ist euch eine gute S-Bahn-Anbindung wichtig?
  • Sollten feste Parkplätze bereitgestellt werden, damit ihr euch die morgendliche Suche spart?
  • Sind dedizierte Rückzugsräume wichtig?
  • Muss es Mitten in der City sein, damit ihr direkt nach der Arbeit z.B. ins Fitnessstudio oder in der Mittagspause zum Veganer um die Ecke gehen könnt?
  • Was sind akzeptable Fahrzeiten zum Büro? 15 Minuten ja, 30 Minuten nein?
  • Wäre euch der Stadtrand lieber, sodass ihr etwas Grün vor dem Fenster habt? Eventuell mit Balkon?
  • Oder eher ein nahe gelegener Vorort, wohin es sich bequem mit dem Auto (ohne zig Ampeln) fahren lässt?
  • Ist eine Einbauküche Pflicht?
  • Wäre eine Dusche hilfreich, damit ihr morgens zum Büro joggen oder mit dem Fahrrad fahren könnt?
  • Wie sehr beeinflusst die Location eure Entscheidung bei der Arbeitgeberwahl?

Das meinen vier IT-ler aus Karlsruhe:

  • Also ich würde Arbeitgeber im Umkreis von 15 Minuten vom Stadtzentrum gut finden. Die Location fließt zu 1/3 in meine Auswahl ein.
  • Ich denke die Örtlichkeit ist schon recht wichtig. Eine weite Fahrstrecke will keiner auf sich nehmen, da muss es schon ein Bomben-Job sein, dass man länger als 30min Fahrzeit in Kauf nimmt. Ich weiß wovon ich rede ich fahre momentan jeden morgen 35 Minuten nach Walldorf. Job und Team passen aber, von daher mache ich es auch. Außerdem müssen sich auch die Spritkosten rechnen. Ist also schon eine Überlegung. Ich würde kein Office zu weit in der Pampa suchen.
  • Mit viel Raum zum Atmen, Großraum Büros aber überall auch Rückzugsmöglichkeiten zum Tele/Skype. Ich kann dir nur sagen, dass es im agilen Umfeld mega wichtig ist, wenn es keine Wände zwischen Teamkollegen und dem Teamspace gibt.
  • ich mag es auch gerne außerhalb, wenn man gut mit dem Auto hinkommt, auf dem Weg nicht im Stau steht und einen Parkplatz bekommt. Der Stau lässt sich ja durch Gleitzeit umgehen[…]. Für mich wäre z.B. ein Büro in der Innenstadt ohne Parkplatz eher ein NoGo.

Im nächsten Beitrag werde ich nach den Benefits fragen, die euch ein Arbeitgeber bieten muss. Was haltet ihr z.B. von 2 extra Urlaubstagen nach 10 Jahren Firmenzugehörigkeit? Oder einer vom Arbeitgeber gesponserten Putzfrau? Hier könnt ihr eure Meinung posten.

Was ist denn bitte ein C# Experte?

Die Bezeichnungen Senior Developer, Solution Architect und wie sie alle heißen sollen andeuten, dass es sich um jemanden mit Erfahrung handelt. In dem ein oder anderen Bewerbungsschreiben lese ich dann auch gerne “Experte”. Für mich sind das aber – und ich denke der Leser stimmt mir zu – alles relative Aussagen. Vor allem in Anbetracht der Produkt- und Themenvielfalt in der Programmierung.

Sicherlich kennt (wohlgemerkt: kennt, nicht kann) kein .NET Experte alle Programmiersprachen. Dann brechen wir das weiter runter. Sicherlich kennt kein C# Experte alle .NET Klassen. Ok, dann brechen wir es nochmal weiter runter. Sicherlich kennt kein C# BCL Experte die ganzen Facetten der Klasse String (Anmerkung: Wenn ein Leser dies anzweifelt, dann möge er sich diesen Artikel zu Gemüte führen).

Von daher tue ich mich logischerweise schwer, wenn ich von solchen Jobtiteln lese. Nichtsdestotrotz habe ich eine unsere Stellenausschreibungen genauso tituliert. Damit wollte ich ausdrücken, dass wir nach Kandidaten suchen, die sich schon längere Zeit mit der Materie beschäftigen. Ein wenig präziser schreibe ich: “Mindestens 5-jährige Berufserfahrung”. Erfahrung bedeutet nicht gleich tiefgreifende Kompetenz oder überragendes Know How. Ich hoffe der geneigte Leser stimmt mir zu. Aber für ein ganz grobes Profil und die Vermeidung völlig ungeeigneter Bewerbungen (wenn denn überhaupt so viele da wären…) muss das reichen.

Jetzt stellt sich mir die Frage wie sich ein sagen wir mal ausbaufähiges Fundament feststellen lässt. Krisztina nennt in ihrem Blogbeitrag ‘Are you nerd enough to code with us’ z.B. Clean Code, SOLID, TDD, etc.. Klar ist, dass mit den eigenen Ansprüchen vorsichtig umgegangen werden sollte. 100%ige Profiltreffer oder Kandidaten, die uns stark ähneln, gibt es nicht. Ganz abgesehen davon gingen bei einer homogenen Abteilung die Benefits des Melting Pots verloren. Den Mehrgewinn durch Vielfalt. Was suche ich also? Ich versuche es beispielhaft an der deutschen Sprache festzumachen: Wer unserer Sprache mächtig ist (Grammatik, Rechtschreibung, Umfang), der wäre für mich ein geeigneter Kandidat, wenn es darum ginge unseren schönen badischen Dialekt zu erlernen.

Und dabei setzt nun meine eigentliche Frage an: Woran mache ich es fest, dass jemand besagtes solides Fundament beherrscht. Im übertragenen Sinne die deutsche Sprache. Letzteres ist übrigens genauso schwierig zu prüfen, wie ersteres. Hier ein paar Beispiele, die ich zur Diskussion stelle:

  • Ist das Schlüsselwort ‘yield’ bekannt?
  • Worauf soll ich achten, wenn ich Programmcode gemäß dem Don’t Repeat Yourself-Prinzip analysiere
  • Wozu dient das MVVM Entwurfsmuster im Kontext von WPF

Klar ist, dass die Fragen zum Themenschwerpunkt des Bewerbers passen sollten. Jemand, der bisher nur Backend-Code geschrieben hat, kennt sich verständlicherweise nicht mit WPF und MVVM aus. Nach 5 Jahren Entwicklung sollte aber jeder Entwickler (sogar PHP Developer Zwinkerndes Smiley) das DRY-Prinzip kennen.

Was meint ihr? Wie lotet ihr das aus? Habt ihr auch die Situation, bei der ihr denkt: Also die Bewerbung hat überhaupt nicht gepasst? Eione kleine Bitte noch: Fachkräftemangel ist ein Thema für sich. Darum geht es mir in diesem Artikel nicht. Wer sich dafür interessiert, findet dieses Video vielleicht interessant.

Blog gestartet

Hallo,

das ist mein erster Eintrag in meinem neuen Blog, der sich vorwiegend um IT Topics drehen wird. In diesem Kontext werde ich mich primär in der Domäne zu Microsoft Technologien bewegen und aus meinem beruflichen Alltag bei der Firma heco GmbH berichten. Verstärktes Augenmerk gilt hier der Entwicklung mit dem .NET Framework.

Für Kommentare, Kritik oder Anregungen wäre ich dankbar.

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