Schlagwort-Archive: Produktbewertungen

Einfachere Reisekostenabrechnungen für alle

Optimierung unserer Prozesse ist bei uns schon fast eine Leidenschaft, daher evaluieren wir regelmäßig neue Tools. Eines davon ist Einfach Reisekosten.

Unsere Anforderungen waren klar umrissen:

  • Skalierung auch mit 30 Mitarbeitern möglich
  • Reduzierung der benötigten Zeit pro Consultant auf 30 Minuten pro Monat
  • Reduzierung der Durchlaufzeit im Rechnungswesen
  • Auswertungen zur Kalkulation unserer Preise möglich
  • Einheiltung der immer aktuellen gesetzlichen Regelungen
  • Nice-to-Have: Integration in Debitoor (*)

*) Zu unserer Buchhaltungssoftware Debitoor kann ich gerne einen Artikel verfassen, wenn Interesse besteht. Schreibt mir einfach einen Kommentar.

Nach mehreren Tests, unter anderem dank des schnellen und freundlichen Supports, welcher uns einen Demo Team Account zur Verfügung gestellt hat, haben wir jetzt das Abo gebucht. Besonders gefällt uns, dass Entfernungen anhand von Google Maps automatisch berechnet werden und längere Projekte, in denen immer die gleichen Fahrten anfallen, mit wenigen Schritten erfasst werden können. Das Synchronisieren in Debitoor und die korrekte Zuordnung gemäß DATEV-Kostenrahmen funktioniert problemlos. Selbst so seltene Vorgänge wie das Erfassen von W-LAN Kosten, SIM-Karten, Vignetten, Fähren u.v.m. lassen sich damit abbilden. Durch die genaue Zeiterfassung werden die jährlich aktualisierte Pauschalen automatisch erfasst. Eine Reduktion durch Eingabe der gestellten Verpflegung z.B. von Frühstück im Hotel rundet das Ganze ab. Die Administration der Mitarbeiter scheint auf den ersten Blick auch keine Wünsche offen zu lassen.

Schwächen sehen wir aktuell noch im Zusammenspiel mit Debitoor. So findet kein Abruf des Kundenstamms statt, um den Kunden bzw. das Projekt in der Abrechnung per Auswahl erfassen zu können. Die PDF mit der Abrechnung würden wir darüber hinaus gerne customizen. Preislich wäre ein Rabatt mit steigender Mitarbeiterzahl wünschenswert.

Gerne ziehe ich Vorschläge vom Leser in Betracht. Postet diese in die Kommentare.

Advertisements

ebuero leider nicht für alle geeignet

Kürzlich haben wir für uns den Dienst von ebuero evaluiert. Danke an dieser Stelle an Hans-Peter Schelian und Thomas Bandt für die Empfehlung.

Das Ziel war es, dass unsere Kunden 24/7 365 Tage im Jahr immer jemanden erreichen können – wohlgemerkt einen Menschen! Das muss nicht zwingend jemand sein, der sofort weiterhelfen kann, aber es sollte damit gewährleistet sein, dass der Anrufer darauf vertrauen konnte, dass sich um sein Anliegen asap gekümmert wird.

Mir hat besonders gefallen, dass unser Kunden immer Telefonistinnen aus der gleichen „Sekretärinnen-Gruppe“ bekommen hätten, sprich 3-4 Mitarbeiter von ebuero wären immer für unsere Anrufer zuständig gewesen. Dass diese bereits alle fließend Englisch sprechen, war ein weiterer  Pluspunkt. Gegen einen Aufpreis wären Muttersprachler möglich. Die Preise waren für mein Empfinden durchaus akzeptabel.

Leider konnten einige unsere must-have Anforderungen nicht erfüllt werden:

  • Freigabe von Nummernblöcken in der VIP-Liste: Leider müssen Nummern einzeln eingetragen werden. Bereiche der Form +49-721-1234-XXX, wie sie für größere Kunden notwendig sind, werden nicht unterstützt. Speziell hierfür fehlt mir das Verständnis, wieso das nicht möglich ist. Während des Schreibens fällt mir auf, dass es interessant zu wissen wäre, ob CSV-Dateien hochgeladen werden können. So ließe sich diese Einschränkung vielleicht umgehen.
  • Benutzerbezogene Benachrichtigungen sind nicht möglich, d.h. die Notifikation über einen Anruf geht an genau eine anzugebende E-Mail-Adresse. Eine Zuordnung zu der Person, die vom Kunden versucht wurde anzurufen, gibt es nicht. Eine Anpassung der E-Mail, um per Regeln in unserem Exchange die automatische Weiterleitung zu gewährleisten, ist ebenfalls nicht möglich.
  • Das direkte, automatisierte Weiterleiten der VIP Anrufer ist nicht möglich, sprich in jedem Fall landet der Kunde erst im virtuellen Sekreteriat.
  • Das Kalender-Sharing Feature, um der Sekretärin Zugriff auf die Termine von uns zu geben, um dem Kunden zu erwartende Rückrufzeiten zu nennen, unterliegt Einschränkungen, die ich hier nicht weiter aufzählen will.

 

Wenn ein Leser uns einen alternativen Dienst empfehlen kann, wäre ich dankbar. Gerne dürfen auch die Nutzer von ebuero hier Verbesserungsvorschläge in die Kommentare posten, da ich den Artikel meinem Ansprechpartner in der Hoffnung zusenden werde, dass diese Punkte noch verbessert werden.

Seminarabsage bei Lutz und Grub

Ich nehme regelmäßig die Gelegenheit wahr und rezensiere Bücher, bewerte Dienstleister oder berichte von Konferenzen. Egal, ob positiv oder negativ.

Heute möchte ich über eine für mich sehr negative Erfahrung bei der Firma Lutz und Grub in Karlsruhe berichten. Bei dieser hatte ich ein 2-tägiges Seminar zum Thema Projektmanagement gebucht. Um das Ergebnis vorweg zunehmen: Um 9.30 Uhr waren alle Teilnehmer pünktlich im Seminarraum; der Trainer jedoch fehlte. Um 9.40 Uhr wurde das Seminar dann krankheitsbedingt abgesagt.

Nun störe ich mich nicht daran, dass das Seminar abgesagt wurde, weil der Trainer erkrankte und kein Ersatz zur Verfügung stand. Ich störe mich erheblich daran, dass dies erst nach Seminarbeginn festgestellt wurde. Dies hätte sich doch problemlos vermeiden lassen. Zum einen hätte bereits am Vortag eine Benachrichtigung (E-Mail, Telefon) rausgehen können, dass der Termin ggf. nicht gehalten werden kann und dass die Teilnehmer am nächsten Morgen vorher eine finale Zu- oder Absage erhalten werden. Es sei angemerkt, dass es der Trainer laut Aussage von Lutz und Grub bereits am Vortag angeschlagen war. In unserer abteilungsinternen Organisation haben wir dieses Vorgehen sogar schriftlich im Wiki fixiert (siehe Screenshot).

 

image

 

Selbst wenn der Trainer aber morgens aufwacht und aus gesundheitlichen Gründen kurzfristig absagen muss, würde ich mir immer noch wünschen, dass versucht wird die Teilnehmer möglichst schnell telefonisch oder schriftlich zu informieren. Wenn um 9.30 Uhr Seminarbeginn ist, dann ist eine Meldung um 9.40 Uhr nicht hinnehmbar. Ein kleines Rechenbeispiel soll verdeutlichen, welche hypothetischen Kosten dadurch hätten vermieden werden können: Die Reisezeit für mich betrug insgesamt 3 Stunden. Als Freelancer mit einem Stundensatz von 90€ hätte ich somit 270€ verdienen können. Hinzu kommen die Fahrtkosten, welche bei mir knapp über 10€ betrugen. Damit sind wir bei insgesamt 280€. Welche terminliche Verrenkungen bei mir notwendig waren, um 2 Tage freizuschaufeln, will ich gar nicht erst bewerten.

Generell hatte ich bisher einen guten Eindruck von Lutz und Grub, aber das war für mich doch mehr als ärgerlich. Die Schulung wurde auf nächste Woche verschoben. Diese kann ich weder, noch möchte ich sie wahrnehmen.

Hält der geneigte Leser meine Reaktion für übertrieben?

SmartInspect – Vorerst keine neuen Features

Ich nutze seit mehreren Jahren SmartInspect von Gurock Software. Das Tool für Logging und Tracing hat bei mir immer gute Dienste verrichtet, sodass ich es häufig empfohlen habe. Inzwischen bin ich aber vorsichtig geworden. Ein Blick in die Programmhistorie verrät, dass in den letzten 2 1/4 Jahren lediglich folgende Änderungen durchgeführt (bezogen auf Version 3.3.4, welche am 29.11.2012 veröffentlicht wurde):

  • Added: Support for Delphi XE5 (32 + 64-bit)
  • Added: Support for Visual Studio 2013
  • Added: Support for Delphi XE4 (32 + 64-bit)
  • Added: Support for Delphi XE3 (32 + 64-bit)
  • Added: Support for Visual Studio 2012
  • Fixed: A few issues with the Delphi library that could cause an Access Violation exception (64-bit only)

Zuvor wurde mit Version 3.3.0 am 15.04.2010 das letzte Mal ein etwas umfassenderes Update veröffentlicht.

Unterm Strich lässt sich also sagen, dass in 4 Jahren wenig bis gar keine neuen Features oder Verbesserungen Einzug gehalten haben. Diejenigen, die aber SmartInspect weiterhin mit ihren neuen IDEs nutzen wollten, mussten dementsprechend neue Lizenzen erwerben. Persönlich halte ich das für höchst fragwürdig gegenüber den Kunden.

Über die Jahre hinweg reichte ich immer wieder Vorschläge zu neuen Programmfunktionalitäten ein:

  • Einen ready-to-use E-Mail Logger
  • Das Loggen von verschachtelten Objekten (LogObject loggt nicht die Inhalte von inneren Objekten)
  • Ein Tree Control
  • Ein read-to-use PostSharp Aspect (für Version 3.1)
  • Der Speicherverbrauch bei lokalem TCP Logging, sodass die geöffnete SmartInspect Instanz durchaus mal 1GB Ram verbrauchen kann
  • Ein NuGet Package

Die Antwort war stets die gleiche: Wir nehmen es in die interne Feature Request List auf, sind aber mit der Funktionalität zufrieden und planen aktuell keinen neuen Feature Release. Ein NuGet Package habe ich daraufhin selbst zusammengestellt und veröffentlicht. Gurock Software habe ich darüber informiert und ihnen angeboten, das Paket zu übertragen. Allerdings wurde ich gebeten selbiges wieder einzustellen.

In der letzten E-Mail von Januar 2014 wurde mir Folgendes mitgeteilt:

Es ist in der Tat so, dass wir uns momentan leider nicht auf neue Features für SmartInspect konzentrieren. Dies hat verschiedene Gründe, unter anderem auch den, dass wir mit dem Featureumfang von SmartInspect so insgesamt zufrieden sind. Es gibt verschiedene Dinge, die wir in Zukunft noch gerne in SmartInspect einbauen möchten, allerdings ist SmartInspect in der derzeitigen Version bereits für viele Teams nützlich. Wir veröffentlichen regelmäßig kleinere Updates für neue IDE Versionen, allerdings ist ein größeres Feature Update momentan leider nicht in Entwicklung.

Aktuell kann ich deshalb niemanden empfehlen eine Lizenz zu erwerben, solange unklar ist, wie es um die Weiterentwicklung steht. Ich kann nur die Anwender dazu aufrufen an das Unternehmen zu appellieren und es zu bitten, das Produkt wieder voran zu treiben, v.a. da es aus meiner Ansicht viel Potential hat.

Weiteres Feedback, Feature Requests oder Bugfixing Wünsche könnt ihr einfach in die Kommentare schreiben. Gerne nehme ich auch eine Statement von Gurock Software selbst mit auf.

Support bei Mindjet

Nachdem wir seit knapp einem Monat MindManager lizenziert haben, ziehe ich ein erstes Zwischenfazit:

Der Support und die Hilfestellung zum Produkt sind so, wie ich es nur von wenigen Software Herstellern kenne. Jeden Monat kommen neue Webinare zu dem ohnehin großen Angebot bereits gehaltener hinzu. Fragen, die nicht gleich beantwortet werden können, adressiert Mindjet in einer anschließenden E-Mail. Mit Twitter und Facebook ist die Firma auf den für mich wichtigen sozialen Kanälen vertreten. Inwieweit dort zeitnah reagiert wird, konnte ich noch nicht testen.

Der eigentliche Erwerb des Produktes war zweischneidig: Der Kontakt war freundlich und kompetent, könnte aber ein wenig flotter sein. Die eigentliche Rechnungsabwicklung lief leider nicht fehlerfrei ab, sodass zunächst die Rechnung vom Angebot abwich. Das konnte aber auf Rückfrage schnell behoben werden. Einen Tag später bekam ich sogar einen persönlichen Anruf, in welchem sich unsere Ansprechpartnerin entschuldigte. Das fiel mir sehr positiv auf!

Ebenfalls hervorzuheben war die kostenfreie, speziell auf unsere Fragen ausgerichtete Remote-Konferenz, bei der wir die Produktkenntnisse in den für uns relevanten Themenfeldern vertiefen konnten. Es wurden wirklich alle Fragen und Bereiche zur vollsten Zufriedenheit abgedeckt. Bemerkenswert war die Terminfindung: Aufgrund von Engpässen unsererseits baten wir mittwochs um einen Termin noch innerhalb derselben Woche. Die Zusage für den nächsten Tag erhielt ich bereits 2 Stunden nach meiner Anfrage. Der Seminarleiter zeigte sich fachlich äußerst versiert und war meinen Kollegen und mir sehr sympathisch.

Alles in allem ziehe ich deshalb ein sehr positives Fazit. In einem späteren Blogeintrag adressiere ich dann technische Fragen.

Certified Scrum Product Owner Schulung

Im Zeitraum vom 18. bis 20. Juni nach ich an einer Certified Scrum Product Owner Schulung bei den Trainern Dr. Jürgen Hoffmann und Peter Beck teil. Den Kurs hatte über die wibas GmbH gebucht. Als Veranstaltungsort wählte ich die NTT DATA Ettlingen Academy.

 

Location

Das Angebot an kostenfreien Parkplätzen war optimal, sodass unnötig langes Suchen am frühen Morgen ausblieb. Die verfügbaren Räume waren schön hell mit genügend Platz für die knapp 20 Kursteilnehmer. Leider mangelte es an einer Klimaanlage, was mir bei tropischen 35°C besonders negativ auffiel. In den kleinen Pausen konnte man sich mit frischem Obst und Gebäck stärken; zur Mittagszeit gab es Essen in der Kantine, welche einen schönen Balkon mit Teich zur geistigen Erholung bot.  Bedenkt man die kurze Strecke für Karlsruher war es geradezu ideal..

 

Die Trainer

Eine kurze Recherche ergab, dass es sich um zwei etablierte, langjährige Trainer handelte, die in der Community recht arriviert sind. Deshalb bekamen die Teilnehmer das, was sie vermutlich am meisten hören wollten: Praxisberichte. Die Frage “Wie habt ihr das bei euch gemacht” kam so ziemlich jedem über die Lippen. Hierfür gibt es von mir “volle Punktzahl”. Die Aussagen waren klar, die didaktischen Methoden variierten in einem gesunden Maße und durch die Backlogs der einzelnen Gruppen konnte jeder in die Themenfokussierung eingreifen. Negativ fielen mir folgende Dinge auf:

Aufgrund meiner T-Shirt Wahl, welche meine Entwicklerwurzeln offen zeigte, wurde wohl der Eindruck bei den Trainern perpetuiert, dass man mich auch als solchen “coachen” sollte. Zumindest empfand ich dies teilweise so bei Gesprächen. Als ich mich zur Aussage, dass es gängige Praxis sei die Entwickler die Product Backlog Items schreiben zu lassen, kritisch äußerte und darüber diskutieren wollte, wurde dies einfach abgetan. Inzwischen habe ich vermehrt in der Community, unter anderem am .NET Open Space, das Thema aufgeworfen. Mein Resümee: Gängige Praxis sieht anders aus. Allerdings möchte ich fairerweise an dieser Stelle anmerken, dass selbst in der Fachliteratur (u.a. im Werk von Boris Gloger) ähnliche Aussagen stehen. Mir geht es jedoch darum, dass ich mich eine Schublade gesteckt sah, sodass eine konstruktive Diskussion in diesem konkreten Fall nicht zu Stande kam.

Ein weiterer Punkt waren ein paar wenige (!) fragwürdige Aussagen. Eine davon implizierte, dass die Definition of Done immanent unvollständig sein müsse, wenn das Produkt keine 100%ige Evolvierbarkeit aufweise.

Rein subjektiv gefielen mir die ausgewählten Planspiele nicht. Das lag vielleicht daran, dass es sich nicht um Geschäftsprozesse handelte. Vielleicht auch an den konkret gewählten Szenarien, wie das Bauen eines Lego-Parks für Kinder. Bei der zu Beginn gewählten Teambildungsmaßnahme mussten Seesterne gelegt werden. Eine gängige Praxis, wie ich von Bekannten mit selbiger Zertifizierung erfahren habe. Allerdings wurde es so umgesetzt, dass die Teams bereits blind in den Raum kommen, die Materialien finden und Position begeben mussten. Wenn aber die erste Gruppe direkt am Eingang stehen bleibt, dann ist das Resultat, dass mehrere Teams vorerst einfach rumstehen müssen, bis der erste Durchgang beendet wurde. Der Lerneffekt ist für mich genauso gegeben, wenn die Teams bereits im Raum mit den Materialien platziert wären. Sehr positiv wiederum kann ich über das Fallbeispiel zur Schätzung in Story Points im warmen Garten berichten. Die Teams sollten sich hierbei auf die Komplexität zum Entfernen von Gegenständen für den bevorstehenden Besuch von Obama (der an diesem Tag tatsächlich in Berlin war) einigen. Das fing bei Aschenbechern an, ging über Tische und hörte bei Autos auf.

 

Zur Schulung

Als einziges Angebot, welches ich in der näheren Umgebung finden konnte, ging dieser Kurs über 3 Tage. Die üblichen Schulungen sind in der Regel auf 2 Tage ausgelegt. Planspiele sind aber relativ zeitaufwendig und der Wunsch nach Erfahrungsberichten der Trainer führt zu starken Verzögerungen. Deshalb kann ich nur jedem empfehlen 3-tägige Seminare zu bevorzugen.

Die Kosten lagen auf gängigem Marktniveau. Bei entsprechendem Vorlauf wird Frühbucherrabatt gewährt.

Als Schulungszeiten waren 10-18 Uhr am ersten Tag und 9-17 Uhr an den darauffolgenden Tagen geplant. Diese wurden recht gut eingehalten, was nach meiner Erfahrung bei Schulungen sonst nur selten funktioniert.

Bereits vor Kursbeginn erhielt ich eine E-Mail mit Vorschlägen zur Vorbereitung. Während der Schulung wurde ein eigens dafür eingerichteter DropBox Ordner kontinuierlich aktualisiert. Darin landeten neben kostenlosen Ebooks die Fotoaufnahmen der erstellten Materialien (quasi eine Timeline der Flip Chart Blätter), sowie diverse Vorlagen und weiterführende Materialien. Ein dediziertes Dokument mit den erarbeiteten Inhalten gab es nicht.

Das klar kommunizierte Ziel war es jeden in die Lage zu versetzen, entscheiden zu können, ob Scrum mit seinen Prinzipien und Werten für das eigene Unternehmen geeignet ist und sich etablieren lässt. Der Fokus lag natürlich auf der Rolle des Product Owners, ist aber auch nach Aussagen der Trainer mit der des Scrum Master zu 80-90% deckungsgleich. Die restlichen 10-20% wurden dann aber speziell hervorgehoben bzw. ggf. auch intensiver erörtert.

Wer viele Planspiele, viel Eigenarbeit, viel Stehen und wenig PowerPoint Slides bevorzugt, kommt definitiv auf seine Kosten. Mir persönlich hätte ein wenig mehr “klassische” Schulung mit theorielastigerem Vorgehen besser zugesagt. Nach meinem Gefühl kommen dadurch mehr Fragen auf, v.a. abseits der der trivialen Oberflächenthemen. Das bestätigte sich für mich im Nachhinein beim Lesen der oben genannten Lektüre von Boris Gloger wieder. (Wenn Folien übrigens schlecht sind, dann weil der Autor Fehler gemacht hat, nicht weil diese per sé schlecht sein müssen, siehe meine Buchempfehlung.) Allerdings verhält es sich so, dass ich nach einer theorielastigen Sitzung der Einzige war,  der diese positiv bewertete. Deswegen gilt: Die Schulung muss nach der eigenen Präferenz ausgewählt werden.

 

Fazit

Auf einer Skala von 1 bis 10 gibt es von mir eine 7 mit dem klaren Hinweis, dass ich die Schulung für Menschen mit anderem Lernmodus durchaus bei 9-10 sehen würde. Darüber hinaus halte ich eine derartige Schulung für ganze Scrum Teams durchaus für förderlich, speziell wenn sich Fallbeispiele und Themen mitbestimmen lassen. Es bleibt ein positiver Rückblick mit kleinen Makeln und dem Ratschlag, dass auch das Seminar das Lesen entsprechender Fachliteratur nicht ersetzt (vice versa!).

Feedback zur dotnet pro

Ich bin begeisterter dotnet pro Leser. Aus meiner Sicht ist es die führende deutsche Fachzeitschrift für .NET Entwickler. Durch die Erweiterung des Themengebietes weit über reine .NET Themen hinaus wird inzwischen aber ein wesentlich größeres Publikum angesprochen. Mir ist von vielen IT Firmen bekannt, dass sie ein entsprechendes Zeitschriften Abo besitzen, um es den Mitarbeitern kostenfrei zur Verfügung zu stellen. Wie kürzlich in diesem chip.de – Artikel erläutert, ist das einer von vielen guten Wegen, um die Mitarbeiter als Selbstentwickler zu fördern bzw. darin zu unterstützen. Lebenslanges Lernen wurde von der europäischen Union als elementare Fähigkeit in der heutigen Gesellschaft deklariert.

Im Folgenden will ich 3 Punkte nennen, bei denen ich persönlich noch Optimierungspotential sehe. Diese sollen als konstruktive Kritik an der dotnet pro wahrgenommen werden. Falls ihr das anders seht oder Punkte ergänzen wollte, so beteiligt euch doch in Form von Kommentaren oder Tweets.

 

Aktuell fehlt es noch an einer dedizierten Kindle Ausgabe. Dies soll sich aber laut Aussage von Tilman Börner bis bereits dieses Jahr im Herbst ändern.

Eine bessere Suche im Kundenbereich, die feingranulare Suchkriterien erlaubt: Hierzu möchte ich eine E-Mail veröffentlichen, auf die mir ebenfalls Tilman Börner geantwortet hat.

Guten Tag,

kann man denn auf der Homepage im Archiv auch nach allen Artikel einer Reihe suchen, z.B. anhand des dnp Codes? Beispiel: Ich will alle Artikel aus der Reihe ScharfesC. Unter anderem hat ein Artikel den Code A1109ScharfesC. Wenn ich allerdings nach *ScharfesC suche, findet es nichts.

Hallo Herr Armbruster,

nein, das geht nicht. Sie können aber entweder nach dem Autor suchen. Dann findet er allerdings auch Artikel des Autors, die nicht zu der Reihe gehören. Oder Sie suchen nach „scharfes C“. Dann findet er aller der Reihe. Allerdings auch noch welche, die darauf Bezug nehmen.

Die teilweise überlangen Artikel empfinde ich persönlich nicht als vorteilhaft. Das ist sicherlich Geschmackssache. Allerdings sind auch viele Artikel künstlich durch riesige Einleitungen aufgebläht, was für mein Verständnis für einen Fachartikel nicht immer notwendig ist.

Ich bin mir bewusst, dass v.a. der letzte Punkte diskussionsbedürftig ist. Wie seht ihr das?

%d Bloggern gefällt das: