Schlagwort-Archive: Produktbewertungen

Einfachere Reisekostenabrechnungen für alle

Optimierung unserer Prozesse ist bei uns schon fast eine Leidenschaft, daher evaluieren wir regelmäßig neue Tools. Eines davon ist Einfach Reisekosten.

Unsere Anforderungen waren klar umrissen:

  • Skalierung auch mit 30 Mitarbeitern möglich
  • Reduzierung der benötigten Zeit pro Consultant auf 30 Minuten pro Monat
  • Reduzierung der Durchlaufzeit im Rechnungswesen
  • Auswertungen zur Kalkulation unserer Preise möglich
  • Einheiltung der immer aktuellen gesetzlichen Regelungen
  • Nice-to-Have: Integration in Debitoor (*)

*) Zu unserer Buchhaltungssoftware Debitoor kann ich gerne einen Artikel verfassen, wenn Interesse besteht. Schreibt mir einfach einen Kommentar.

Nach mehreren Tests, unter anderem dank des schnellen und freundlichen Supports, welcher uns einen Demo Team Account zur Verfügung gestellt hat, haben wir jetzt das Abo gebucht. Besonders gefällt uns, dass Entfernungen anhand von Google Maps automatisch berechnet werden und längere Projekte, in denen immer die gleichen Fahrten anfallen, mit wenigen Schritten erfasst werden können. Das Synchronisieren in Debitoor und die korrekte Zuordnung gemäß DATEV-Kostenrahmen funktioniert problemlos. Selbst so seltene Vorgänge wie das Erfassen von W-LAN Kosten, SIM-Karten, Vignetten, Fähren u.v.m. lassen sich damit abbilden. Durch die genaue Zeiterfassung werden die jährlich aktualisierte Pauschalen automatisch erfasst. Eine Reduktion durch Eingabe der gestellten Verpflegung z.B. von Frühstück im Hotel rundet das Ganze ab. Die Administration der Mitarbeiter scheint auf den ersten Blick auch keine Wünsche offen zu lassen.

Schwächen sehen wir aktuell noch im Zusammenspiel mit Debitoor. So findet kein Abruf des Kundenstamms statt, um den Kunden bzw. das Projekt in der Abrechnung per Auswahl erfassen zu können. Die PDF mit der Abrechnung würden wir darüber hinaus gerne customizen. Preislich wäre ein Rabatt mit steigender Mitarbeiterzahl wünschenswert.

Gerne ziehe ich Vorschläge vom Leser in Betracht. Postet diese in die Kommentare.

ebuero leider nicht für alle geeignet

Kürzlich haben wir für uns den Dienst von ebuero evaluiert. Danke an dieser Stelle an Hans-Peter Schelian und Thomas Bandt für die Empfehlung.

Das Ziel war es, dass unsere Kunden 24/7 365 Tage im Jahr immer jemanden erreichen können – wohlgemerkt einen Menschen! Das muss nicht zwingend jemand sein, der sofort weiterhelfen kann, aber es sollte damit gewährleistet sein, dass der Anrufer darauf vertrauen konnte, dass sich um sein Anliegen asap gekümmert wird.

Mir hat besonders gefallen, dass unser Kunden immer Telefonistinnen aus der gleichen „Sekretärinnen-Gruppe“ bekommen hätten, sprich 3-4 Mitarbeiter von ebuero wären immer für unsere Anrufer zuständig gewesen. Dass diese bereits alle fließend Englisch sprechen, war ein weiterer  Pluspunkt. Gegen einen Aufpreis wären Muttersprachler möglich. Die Preise waren für mein Empfinden durchaus akzeptabel.

Leider konnten einige unsere must-have Anforderungen nicht erfüllt werden:

  • Freigabe von Nummernblöcken in der VIP-Liste: Leider müssen Nummern einzeln eingetragen werden. Bereiche der Form +49-721-1234-XXX, wie sie für größere Kunden notwendig sind, werden nicht unterstützt. Speziell hierfür fehlt mir das Verständnis, wieso das nicht möglich ist. Während des Schreibens fällt mir auf, dass es interessant zu wissen wäre, ob CSV-Dateien hochgeladen werden können. So ließe sich diese Einschränkung vielleicht umgehen.
  • Benutzerbezogene Benachrichtigungen sind nicht möglich, d.h. die Notifikation über einen Anruf geht an genau eine anzugebende E-Mail-Adresse. Eine Zuordnung zu der Person, die vom Kunden versucht wurde anzurufen, gibt es nicht. Eine Anpassung der E-Mail, um per Regeln in unserem Exchange die automatische Weiterleitung zu gewährleisten, ist ebenfalls nicht möglich.
  • Das direkte, automatisierte Weiterleiten der VIP Anrufer ist nicht möglich, sprich in jedem Fall landet der Kunde erst im virtuellen Sekreteriat.
  • Das Kalender-Sharing Feature, um der Sekretärin Zugriff auf die Termine von uns zu geben, um dem Kunden zu erwartende Rückrufzeiten zu nennen, unterliegt Einschränkungen, die ich hier nicht weiter aufzählen will.

 

Wenn ein Leser uns einen alternativen Dienst empfehlen kann, wäre ich dankbar. Gerne dürfen auch die Nutzer von ebuero hier Verbesserungsvorschläge in die Kommentare posten, da ich den Artikel meinem Ansprechpartner in der Hoffnung zusenden werde, dass diese Punkte noch verbessert werden.

Seminarabsage bei Lutz und Grub

Ich nehme regelmäßig die Gelegenheit wahr und rezensiere Bücher, bewerte Dienstleister oder berichte von Konferenzen. Egal, ob positiv oder negativ.

Heute möchte ich über eine für mich sehr negative Erfahrung bei der Firma Lutz und Grub in Karlsruhe berichten. Bei dieser hatte ich ein 2-tägiges Seminar zum Thema Projektmanagement gebucht. Um das Ergebnis vorweg zunehmen: Um 9.30 Uhr waren alle Teilnehmer pünktlich im Seminarraum; der Trainer jedoch fehlte. Um 9.40 Uhr wurde das Seminar dann krankheitsbedingt abgesagt.

Nun störe ich mich nicht daran, dass das Seminar abgesagt wurde, weil der Trainer erkrankte und kein Ersatz zur Verfügung stand. Ich störe mich erheblich daran, dass dies erst nach Seminarbeginn festgestellt wurde. Dies hätte sich doch problemlos vermeiden lassen. Zum einen hätte bereits am Vortag eine Benachrichtigung (E-Mail, Telefon) rausgehen können, dass der Termin ggf. nicht gehalten werden kann und dass die Teilnehmer am nächsten Morgen vorher eine finale Zu- oder Absage erhalten werden. Es sei angemerkt, dass es der Trainer laut Aussage von Lutz und Grub bereits am Vortag angeschlagen war. In unserer abteilungsinternen Organisation haben wir dieses Vorgehen sogar schriftlich im Wiki fixiert (siehe Screenshot).

 

image

 

Selbst wenn der Trainer aber morgens aufwacht und aus gesundheitlichen Gründen kurzfristig absagen muss, würde ich mir immer noch wünschen, dass versucht wird die Teilnehmer möglichst schnell telefonisch oder schriftlich zu informieren. Wenn um 9.30 Uhr Seminarbeginn ist, dann ist eine Meldung um 9.40 Uhr nicht hinnehmbar. Ein kleines Rechenbeispiel soll verdeutlichen, welche hypothetischen Kosten dadurch hätten vermieden werden können: Die Reisezeit für mich betrug insgesamt 3 Stunden. Als Freelancer mit einem Stundensatz von 90€ hätte ich somit 270€ verdienen können. Hinzu kommen die Fahrtkosten, welche bei mir knapp über 10€ betrugen. Damit sind wir bei insgesamt 280€. Welche terminliche Verrenkungen bei mir notwendig waren, um 2 Tage freizuschaufeln, will ich gar nicht erst bewerten.

Generell hatte ich bisher einen guten Eindruck von Lutz und Grub, aber das war für mich doch mehr als ärgerlich. Die Schulung wurde auf nächste Woche verschoben. Diese kann ich weder, noch möchte ich sie wahrnehmen.

Hält der geneigte Leser meine Reaktion für übertrieben?

SmartInspect – Vorerst keine neuen Features

Ich nutze seit mehreren Jahren SmartInspect von Gurock Software. Das Tool für Logging und Tracing hat bei mir immer gute Dienste verrichtet, sodass ich es häufig empfohlen habe. Inzwischen bin ich aber vorsichtig geworden. Ein Blick in die Programmhistorie verrät, dass in den letzten 2 1/4 Jahren lediglich folgende Änderungen durchgeführt (bezogen auf Version 3.3.4, welche am 29.11.2012 veröffentlicht wurde):

  • Added: Support for Delphi XE5 (32 + 64-bit)
  • Added: Support for Visual Studio 2013
  • Added: Support for Delphi XE4 (32 + 64-bit)
  • Added: Support for Delphi XE3 (32 + 64-bit)
  • Added: Support for Visual Studio 2012
  • Fixed: A few issues with the Delphi library that could cause an Access Violation exception (64-bit only)

Zuvor wurde mit Version 3.3.0 am 15.04.2010 das letzte Mal ein etwas umfassenderes Update veröffentlicht.

Unterm Strich lässt sich also sagen, dass in 4 Jahren wenig bis gar keine neuen Features oder Verbesserungen Einzug gehalten haben. Diejenigen, die aber SmartInspect weiterhin mit ihren neuen IDEs nutzen wollten, mussten dementsprechend neue Lizenzen erwerben. Persönlich halte ich das für höchst fragwürdig gegenüber den Kunden.

Über die Jahre hinweg reichte ich immer wieder Vorschläge zu neuen Programmfunktionalitäten ein:

  • Einen ready-to-use E-Mail Logger
  • Das Loggen von verschachtelten Objekten (LogObject loggt nicht die Inhalte von inneren Objekten)
  • Ein Tree Control
  • Ein read-to-use PostSharp Aspect (für Version 3.1)
  • Der Speicherverbrauch bei lokalem TCP Logging, sodass die geöffnete SmartInspect Instanz durchaus mal 1GB Ram verbrauchen kann
  • Ein NuGet Package

Die Antwort war stets die gleiche: Wir nehmen es in die interne Feature Request List auf, sind aber mit der Funktionalität zufrieden und planen aktuell keinen neuen Feature Release. Ein NuGet Package habe ich daraufhin selbst zusammengestellt und veröffentlicht. Gurock Software habe ich darüber informiert und ihnen angeboten, das Paket zu übertragen. Allerdings wurde ich gebeten selbiges wieder einzustellen.

In der letzten E-Mail von Januar 2014 wurde mir Folgendes mitgeteilt:

Es ist in der Tat so, dass wir uns momentan leider nicht auf neue Features für SmartInspect konzentrieren. Dies hat verschiedene Gründe, unter anderem auch den, dass wir mit dem Featureumfang von SmartInspect so insgesamt zufrieden sind. Es gibt verschiedene Dinge, die wir in Zukunft noch gerne in SmartInspect einbauen möchten, allerdings ist SmartInspect in der derzeitigen Version bereits für viele Teams nützlich. Wir veröffentlichen regelmäßig kleinere Updates für neue IDE Versionen, allerdings ist ein größeres Feature Update momentan leider nicht in Entwicklung.

Aktuell kann ich deshalb niemanden empfehlen eine Lizenz zu erwerben, solange unklar ist, wie es um die Weiterentwicklung steht. Ich kann nur die Anwender dazu aufrufen an das Unternehmen zu appellieren und es zu bitten, das Produkt wieder voran zu treiben, v.a. da es aus meiner Ansicht viel Potential hat.

Weiteres Feedback, Feature Requests oder Bugfixing Wünsche könnt ihr einfach in die Kommentare schreiben. Gerne nehme ich auch eine Statement von Gurock Software selbst mit auf.

Support bei Mindjet

Nachdem wir seit knapp einem Monat MindManager lizenziert haben, ziehe ich ein erstes Zwischenfazit:

Der Support und die Hilfestellung zum Produkt sind so, wie ich es nur von wenigen Software Herstellern kenne. Jeden Monat kommen neue Webinare zu dem ohnehin großen Angebot bereits gehaltener hinzu. Fragen, die nicht gleich beantwortet werden können, adressiert Mindjet in einer anschließenden E-Mail. Mit Twitter und Facebook ist die Firma auf den für mich wichtigen sozialen Kanälen vertreten. Inwieweit dort zeitnah reagiert wird, konnte ich noch nicht testen.

Der eigentliche Erwerb des Produktes war zweischneidig: Der Kontakt war freundlich und kompetent, könnte aber ein wenig flotter sein. Die eigentliche Rechnungsabwicklung lief leider nicht fehlerfrei ab, sodass zunächst die Rechnung vom Angebot abwich. Das konnte aber auf Rückfrage schnell behoben werden. Einen Tag später bekam ich sogar einen persönlichen Anruf, in welchem sich unsere Ansprechpartnerin entschuldigte. Das fiel mir sehr positiv auf!

Ebenfalls hervorzuheben war die kostenfreie, speziell auf unsere Fragen ausgerichtete Remote-Konferenz, bei der wir die Produktkenntnisse in den für uns relevanten Themenfeldern vertiefen konnten. Es wurden wirklich alle Fragen und Bereiche zur vollsten Zufriedenheit abgedeckt. Bemerkenswert war die Terminfindung: Aufgrund von Engpässen unsererseits baten wir mittwochs um einen Termin noch innerhalb derselben Woche. Die Zusage für den nächsten Tag erhielt ich bereits 2 Stunden nach meiner Anfrage. Der Seminarleiter zeigte sich fachlich äußerst versiert und war meinen Kollegen und mir sehr sympathisch.

Alles in allem ziehe ich deshalb ein sehr positives Fazit. In einem späteren Blogeintrag adressiere ich dann technische Fragen.

Certified Scrum Product Owner Schulung

Im Zeitraum vom 18. bis 20. Juni nach ich an einer Certified Scrum Product Owner Schulung bei den Trainern Dr. Jürgen Hoffmann und Peter Beck teil. Den Kurs hatte über die wibas GmbH gebucht. Als Veranstaltungsort wählte ich die NTT DATA Ettlingen Academy.

 

Location

Das Angebot an kostenfreien Parkplätzen war optimal, sodass unnötig langes Suchen am frühen Morgen ausblieb. Die verfügbaren Räume waren schön hell mit genügend Platz für die knapp 20 Kursteilnehmer. Leider mangelte es an einer Klimaanlage, was mir bei tropischen 35°C besonders negativ auffiel. In den kleinen Pausen konnte man sich mit frischem Obst und Gebäck stärken; zur Mittagszeit gab es Essen in der Kantine, welche einen schönen Balkon mit Teich zur geistigen Erholung bot.  Bedenkt man die kurze Strecke für Karlsruher war es geradezu ideal..

 

Die Trainer

Eine kurze Recherche ergab, dass es sich um zwei etablierte, langjährige Trainer handelte, die in der Community recht arriviert sind. Deshalb bekamen die Teilnehmer das, was sie vermutlich am meisten hören wollten: Praxisberichte. Die Frage “Wie habt ihr das bei euch gemacht” kam so ziemlich jedem über die Lippen. Hierfür gibt es von mir “volle Punktzahl”. Die Aussagen waren klar, die didaktischen Methoden variierten in einem gesunden Maße und durch die Backlogs der einzelnen Gruppen konnte jeder in die Themenfokussierung eingreifen. Negativ fielen mir folgende Dinge auf:

Aufgrund meiner T-Shirt Wahl, welche meine Entwicklerwurzeln offen zeigte, wurde wohl der Eindruck bei den Trainern perpetuiert, dass man mich auch als solchen “coachen” sollte. Zumindest empfand ich dies teilweise so bei Gesprächen. Als ich mich zur Aussage, dass es gängige Praxis sei die Entwickler die Product Backlog Items schreiben zu lassen, kritisch äußerte und darüber diskutieren wollte, wurde dies einfach abgetan. Inzwischen habe ich vermehrt in der Community, unter anderem am .NET Open Space, das Thema aufgeworfen. Mein Resümee: Gängige Praxis sieht anders aus. Allerdings möchte ich fairerweise an dieser Stelle anmerken, dass selbst in der Fachliteratur (u.a. im Werk von Boris Gloger) ähnliche Aussagen stehen. Mir geht es jedoch darum, dass ich mich eine Schublade gesteckt sah, sodass eine konstruktive Diskussion in diesem konkreten Fall nicht zu Stande kam.

Ein weiterer Punkt waren ein paar wenige (!) fragwürdige Aussagen. Eine davon implizierte, dass die Definition of Done immanent unvollständig sein müsse, wenn das Produkt keine 100%ige Evolvierbarkeit aufweise.

Rein subjektiv gefielen mir die ausgewählten Planspiele nicht. Das lag vielleicht daran, dass es sich nicht um Geschäftsprozesse handelte. Vielleicht auch an den konkret gewählten Szenarien, wie das Bauen eines Lego-Parks für Kinder. Bei der zu Beginn gewählten Teambildungsmaßnahme mussten Seesterne gelegt werden. Eine gängige Praxis, wie ich von Bekannten mit selbiger Zertifizierung erfahren habe. Allerdings wurde es so umgesetzt, dass die Teams bereits blind in den Raum kommen, die Materialien finden und Position begeben mussten. Wenn aber die erste Gruppe direkt am Eingang stehen bleibt, dann ist das Resultat, dass mehrere Teams vorerst einfach rumstehen müssen, bis der erste Durchgang beendet wurde. Der Lerneffekt ist für mich genauso gegeben, wenn die Teams bereits im Raum mit den Materialien platziert wären. Sehr positiv wiederum kann ich über das Fallbeispiel zur Schätzung in Story Points im warmen Garten berichten. Die Teams sollten sich hierbei auf die Komplexität zum Entfernen von Gegenständen für den bevorstehenden Besuch von Obama (der an diesem Tag tatsächlich in Berlin war) einigen. Das fing bei Aschenbechern an, ging über Tische und hörte bei Autos auf.

 

Zur Schulung

Als einziges Angebot, welches ich in der näheren Umgebung finden konnte, ging dieser Kurs über 3 Tage. Die üblichen Schulungen sind in der Regel auf 2 Tage ausgelegt. Planspiele sind aber relativ zeitaufwendig und der Wunsch nach Erfahrungsberichten der Trainer führt zu starken Verzögerungen. Deshalb kann ich nur jedem empfehlen 3-tägige Seminare zu bevorzugen.

Die Kosten lagen auf gängigem Marktniveau. Bei entsprechendem Vorlauf wird Frühbucherrabatt gewährt.

Als Schulungszeiten waren 10-18 Uhr am ersten Tag und 9-17 Uhr an den darauffolgenden Tagen geplant. Diese wurden recht gut eingehalten, was nach meiner Erfahrung bei Schulungen sonst nur selten funktioniert.

Bereits vor Kursbeginn erhielt ich eine E-Mail mit Vorschlägen zur Vorbereitung. Während der Schulung wurde ein eigens dafür eingerichteter DropBox Ordner kontinuierlich aktualisiert. Darin landeten neben kostenlosen Ebooks die Fotoaufnahmen der erstellten Materialien (quasi eine Timeline der Flip Chart Blätter), sowie diverse Vorlagen und weiterführende Materialien. Ein dediziertes Dokument mit den erarbeiteten Inhalten gab es nicht.

Das klar kommunizierte Ziel war es jeden in die Lage zu versetzen, entscheiden zu können, ob Scrum mit seinen Prinzipien und Werten für das eigene Unternehmen geeignet ist und sich etablieren lässt. Der Fokus lag natürlich auf der Rolle des Product Owners, ist aber auch nach Aussagen der Trainer mit der des Scrum Master zu 80-90% deckungsgleich. Die restlichen 10-20% wurden dann aber speziell hervorgehoben bzw. ggf. auch intensiver erörtert.

Wer viele Planspiele, viel Eigenarbeit, viel Stehen und wenig PowerPoint Slides bevorzugt, kommt definitiv auf seine Kosten. Mir persönlich hätte ein wenig mehr “klassische” Schulung mit theorielastigerem Vorgehen besser zugesagt. Nach meinem Gefühl kommen dadurch mehr Fragen auf, v.a. abseits der der trivialen Oberflächenthemen. Das bestätigte sich für mich im Nachhinein beim Lesen der oben genannten Lektüre von Boris Gloger wieder. (Wenn Folien übrigens schlecht sind, dann weil der Autor Fehler gemacht hat, nicht weil diese per sé schlecht sein müssen, siehe meine Buchempfehlung.) Allerdings verhält es sich so, dass ich nach einer theorielastigen Sitzung der Einzige war,  der diese positiv bewertete. Deswegen gilt: Die Schulung muss nach der eigenen Präferenz ausgewählt werden.

 

Fazit

Auf einer Skala von 1 bis 10 gibt es von mir eine 7 mit dem klaren Hinweis, dass ich die Schulung für Menschen mit anderem Lernmodus durchaus bei 9-10 sehen würde. Darüber hinaus halte ich eine derartige Schulung für ganze Scrum Teams durchaus für förderlich, speziell wenn sich Fallbeispiele und Themen mitbestimmen lassen. Es bleibt ein positiver Rückblick mit kleinen Makeln und dem Ratschlag, dass auch das Seminar das Lesen entsprechender Fachliteratur nicht ersetzt (vice versa!).

Feedback zur dotnet pro

Ich bin begeisterter dotnet pro Leser. Aus meiner Sicht ist es die führende deutsche Fachzeitschrift für .NET Entwickler. Durch die Erweiterung des Themengebietes weit über reine .NET Themen hinaus wird inzwischen aber ein wesentlich größeres Publikum angesprochen. Mir ist von vielen IT Firmen bekannt, dass sie ein entsprechendes Zeitschriften Abo besitzen, um es den Mitarbeitern kostenfrei zur Verfügung zu stellen. Wie kürzlich in diesem chip.de – Artikel erläutert, ist das einer von vielen guten Wegen, um die Mitarbeiter als Selbstentwickler zu fördern bzw. darin zu unterstützen. Lebenslanges Lernen wurde von der europäischen Union als elementare Fähigkeit in der heutigen Gesellschaft deklariert.

Im Folgenden will ich 3 Punkte nennen, bei denen ich persönlich noch Optimierungspotential sehe. Diese sollen als konstruktive Kritik an der dotnet pro wahrgenommen werden. Falls ihr das anders seht oder Punkte ergänzen wollte, so beteiligt euch doch in Form von Kommentaren oder Tweets.

 

Aktuell fehlt es noch an einer dedizierten Kindle Ausgabe. Dies soll sich aber laut Aussage von Tilman Börner bis bereits dieses Jahr im Herbst ändern.

Eine bessere Suche im Kundenbereich, die feingranulare Suchkriterien erlaubt: Hierzu möchte ich eine E-Mail veröffentlichen, auf die mir ebenfalls Tilman Börner geantwortet hat.

Guten Tag,

kann man denn auf der Homepage im Archiv auch nach allen Artikel einer Reihe suchen, z.B. anhand des dnp Codes? Beispiel: Ich will alle Artikel aus der Reihe ScharfesC. Unter anderem hat ein Artikel den Code A1109ScharfesC. Wenn ich allerdings nach *ScharfesC suche, findet es nichts.

Hallo Herr Armbruster,

nein, das geht nicht. Sie können aber entweder nach dem Autor suchen. Dann findet er allerdings auch Artikel des Autors, die nicht zu der Reihe gehören. Oder Sie suchen nach „scharfes C“. Dann findet er aller der Reihe. Allerdings auch noch welche, die darauf Bezug nehmen.

Die teilweise überlangen Artikel empfinde ich persönlich nicht als vorteilhaft. Das ist sicherlich Geschmackssache. Allerdings sind auch viele Artikel künstlich durch riesige Einleitungen aufgebläht, was für mein Verständnis für einen Fachartikel nicht immer notwendig ist.

Ich bin mir bewusst, dass v.a. der letzte Punkte diskussionsbedürftig ist. Wie seht ihr das?

Geschäftspraktiken der ppedv AG

Heute möchte ich über ein weniger erfreuliches Thema sprechen: Die Geschäftspraktiken der ppedv AG. Bis 2010 besuchte ich regelmäßig Schulungen in der Karlsruher Zweigstelle. Mein ehemaliger Kollege Steffen K.  und mein aktueller Kollege Samuel Isaac waren ebenfalls bereits Kunde.

Nun verhält es sich seit Monaten so, dass ich vergeblich versuche unsere Kundendaten dort löschen zu lassen, primär um keine unerwünschte Werbung mehr zu erhalten. Im September 2012 verfasste ich folgende E-Mail:

Guten Tag,

inzwischen schreibe ich Ihnen seit einem Jahr regelmäßig, dass ich keine weitere Werbung in irgendeiner Form, ob nun per Post oder Email, wünsche. Nachdem Sie mir mehrmals bestätigt haben, dass ich nun keine weiteren Werbemeldungen erhalte, habe ich soeben wieder den aktuellen Schulungskatalog erhalten.

Deshalb hier von mir sachgemäß formuliert. Sehen Sie es als letzte Warnung:

Sie wurden nun mehrfach aufgefordert Werbemaßnahmen zu unterlassen und jegliche von mir gespeicherte Daten zu löschen. Sollte ich weiterhin von Ihnen in irgendeiner Form angeschrieben werden, sehe ich mich gezwungen rechtliche Schritte einzuleiten. Darüber hinaus gebe ich hiermit als IT-Leiter den Auftrag, alle sonstigen Daten der Firma heco gmbh und deren Mitarbeiter zu löschen. Speziell weiße ich Sie auf Herrn Samuel Isaac (ehemals Esaak) hin, der ebenfalls Schulungen besucht hatte.

 

Darauf erhielt ich eine Antwort in der sinngemäß steht, dass ich angeblich aus dem Verteiler für Werbung gestrichen worden sei, dass aber zur Qualitätssicherung der Adressdaten mind. 1x jährlich jeder Kunde postalisch qualifiziert wird. Nachdem sich keine Besserung einstellte, verfassten ich und mein Kollege im Januar folgende E-Mail, deren Betreff “Letzte Aufforderung” lautet:

Guten Tag,

nach Rücksprache mit unserem Datenschutzbeauftragten und unserem Rechtsanwalt fordere ich Sie hiermit das letzte Mal auf mit postalisch oder in sonstiger Form zu adressieren. Ich weise Sie ausdrücklich gemäß §20 und $6 BDSG darauf hin, dass ich mein hiermit mein Widerspruchsrecht in Anspruch nehme und Sie auffordere meine Daten zu sperren!

Sofern Sie ein weiteres Mal gegen diese Regelung verstoßen, sehen wir uns gezwungen rechtliche Schritte einzuleiten. Herr Isaac wird Sie ebenfalls in gleicher Form benachrichtigen, sodass Sie auch von ihm eine entsprechende Sperr-Aufforderung erhalten. Im Rahmen meiner Funktion als IT Abteilungsleiter widerspreche ich hiermit im Namen unseres Unternehmens jeglicher Kontaktierung!

§20 Berichtigung, Löschung und Sperrung von Daten; Widerspruchsrecht

Siehe hierzu Abs. 3 An die Stelle einer Löschung tritt eine Sperrung, soweit

1. einer Löschung gesetzliche, satzungsmäßige oder vertragliche Aufbewahrungsfristen entgegenstehen,

2. Grund zu der Annahme besteht, dass durch eine Löschung schutzwürdige Interessen des Betroffenen beeinträchtigt würden, oder

3. eine Löschung wegen der besonderen Art der Speicherung nicht oder nur mit unverhältnismäßig hohem Aufwand möglich ist.

§6 Rechte des Betroffenden:

Abs: 1 Die Rechte des Betroffenen auf Auskunft (§§ 19, 34) und auf Berichtigung, Löschung oder Sperrung (§§ 20, 35) können nicht durch Rechtsgeschäft ausgeschlossen oder beschränkt werden.

 

20130314_183818Leider erhielten wir diese Woche wieder Werbung in Form eines Schulungskatalogs. Selbst unser ehemaliger Kollege, der seit Jahren nicht mehr für uns tätig ist, wird weiterhin angeschrieben.

 

 

 

 

 

 

Persönlich halte ich das für keine gesunde Basis für eine Geschäftsbeziehung, sodass ich hoffe, den Kontakt baldmöglichst beenden zu können. Ich vermute darüber hinaus, dass hier rechtliche Verstöße vorliegen. Aus diesem Grund will ich nun einen Anwalt kontaktieren. Doch im Vorhinein suche ich noch nach weiteren Personen, die ebenfalls auf ähnlich fragwürdige Geschäftspraktiken der ppedv AG gestoßen sind. Gerne hier als Kommentar hinterlassen oder mich über Facebook, Twitter oder per E-Mail kontaktieren.

Mobile Serie – Gadgets

Im Rahmen unserer Inhouse Schulung haben wir diverse Gadgets (= Zubehör) für mobile Geräte wie Handys und Tablets vorgestellt. Die Krux bei Gadgets ist immer, dass der Teufel im Detail steckt und man erst nach dem Kauf merkt, worauf es zu achten gegolten hätte.

Deshalb erörtere ich an einigen Beispielen solche Problempunkte, welche wir in der Praxis festgestellt haben. Im Anschluss folgt die vollständige Auflistung aller Geräte, allerdings sind nicht alle davon von meinen Kollegen und mir getestet worden.

Generell ist zu sagen, dass es sinnvoll ist sich Bewertungen, v.a. auch die negativen, gut durchzulesen und sich im Vorhinein genau Gedanken zu machen, wie das Einsatzszenario ist. Idealerweise nutzt man das 2-wöchige Rückgaberecht bei Online Einkäufen für ausgiebige Tests. Mein Kollege Samuel Isaac war maßgeblich an der Zusammentragung beteiligt und soll hier der Vollständigkeit halber genannt werden.

 

Fall 1: Mobiler Akku

Gleich in diesem ersten Beispiel kann einiges schief laufen. Wer z.B. diesen Akku hier kauft, ärgert sich später mit dem Problem herum, dass das gleichzeitige Aufladen und die Geräteverwendung praktisch ausgeschlossen sind. Selbst wenn das Handy samt angeschlossenem Akku bewegungslos auf den Tisch gelegt wird, kann durch eine leichte Tischerschütterung die Verbindung wieder verloren gehen. Besser ist deshalb dieses Gerät.

image        vs.         image

 

Fall 2: Mobiles KFZ Ladekabel

Wer darauf achtet, dass es sich um ein ausziehbares Kabel handelt, der entgeht nervigem Abbinden und ggf. abreißen durch Beifahrer. Ein kleiner, aber feiner Unterschied! Für 2,90€ ist eine echte Empfehlung.

 

Fall 3: Headset

Persönlich bevorzuge ich Headsets, welche nicht nur zum Telefonieren gedacht sind. Denn ich will damit genauso Musik hören, Filme anschauen, GPS Routenanweisungen konsumieren, Sprachaufzeichnungen tätigen oder Skype Gespräche führen können. Leider ist dafür nicht jedes Headset ausgelegt. In diesem Fall soll der Vergleich zweier Produkte vom gleichen Hersteller dienen: Während diese Ausgabe lediglich die Telefonfunktion abdeckt, habe ich mit diesem Produkt alle oben genannte Funktionen. Ersteres bietet dafür allerdings eine enorm hohe Akkulaufzeit samt mobiler Ladebox, d.h. es ist vorwiegend für Vieltelefonierer geeignet, die nicht täglich ihr Gerät aufladen können. Beide Produkte bieten jedoch einen sehr hohen Tragekomfort, was den anpass- und austauschbaren Gel-Ohrstöpseln zu verdanken ist. Klammerhalterungen sind hingegen gar nicht geeignet!

image            vs.             image

 

Fall 4: Mobile Cases

Ohne Schutztasche am Handy durch die Weltgeschichte zu laufen, führt früher oder später zu einem kaputten Display – immer! Deshalb sollte gleich zusammen mit dem Gerät ein entsprechendes Case gekauft werden. Hier gibt es zum einen gänzlich unterschiedliche Umsetzungen. Die Auswahl kollidiert aber stark mit der persönlichen Vorliebe bzgl. Dicke und Handling. Persönlich finde ich die Bugatti-Taschen sehr angenehm, allerdings muss man hier unbedingt darauf achten, dass es sich um ein SlimCase speziell für das Handy handelt. Denn sonst kommt es vor, dass das Handy aus der Tasche rutscht und runterfällt. Das lässt sich einfach prüfen, indem nach dem Kauf das Handy verpackt und mit der Öffnung nach gehalten wird. Fängt es an zu rutschen, sollte der Kauf gleich rückgängig gemacht werden. Hier eine dedizierte Tasche für das Samsung Galaxy S3.

 

Fall 5: KFZ Halterung

Idealerweise wählt man gleich eine Halterung, die neben dem Handy ggf. auch für das eigene Navigationssystem geeignet ist. Normale Navis haben immer noch Vorteile gegenüber Handys, sodass der ein oder andere Fahrer oftmals beides dabei und abwechselnd in Gebrauch hat.

 

Fall 6: Boxen

In vielen Situationen sind die verbauten Boxen der mobilen Geräte zu leise. In diesem Fall sollte man sich entscheiden, ob man lediglich einen Bluetooth-Empfänger oder eine ganz Bluetooth-Box kauft. Während erster ideal ist, um bereits vorhandene Boxen bzw. verbaute Geräte (v.a. in Besprechungsräumen) zu koppeln, muss mit letzterem nicht immer ein separates Audioausgabegerät mitgeschleppt werden. In der Regel fährt man aber mit einem reinen Empfänger und normalen Boxen günstiger, als mit einem dedizierten Bluetooth Audiosystem. Im Betrieb verwenden wir diesen schnurlosen Musikadapter.

 

Fall 7: Tastaturen

Gerade im beruflichen Umfeld, in dem Tablets nicht nur für den Inhaltekonsum genutzt werden, können für Vieltipper Tastaturen interessant werden. Auch hier gibt es solche und solche. Diese hier ist in der Lage sich mit mehreren Geräten gleichzeitig zu koppeln. So lässt sich auch mal schnell zw. Handy und Tablet umschalten. Leider sind Tastaturen in der Regel noch immer recht teuer.

 

Es folgen die restlichen Gadgets der Reihe nach aufgelistet. Vielleicht kann uns der ein oder andere Leser noch weitere gute Geräte empfehlen. Hersteller, die gerne eine Rezession von mir hätte, dürfen mich gerne kontaktieren.

 

Eingabegeräte / Tastaturen:

Akku-Packs:

Lautsprecher / -Bluetooth-Adapter:

Headsets:

Auto-Zubehör:

 

Außerdem sollte das Display regelmäßig gesäubert werden, wie diese Gesundheitsstudie bestätigt. Auch wenn nicht völlig ausreichend auf Grund des fehlenden Alkohols im Mittel, gibt es dieses Reinigungsmittel.

Stromanbieterwechsel hin zu Ökostrom

Wie in meinem vorherigen Blog Beitrag geschrieben, nehme ich regelmäßig bei auslaufenden Verträgen oder Sonderkündigungsfristen die Möglichkeit war, um einen bestehenden Vertrag zu kündigen und mich dann neu anzumelden bzw. ggf. zu wechseln. Viele scheuen diesen Aufwand. Da sich aber alles online erledigen lässt und das Einsparpotential beachtlich ist, sollte man diesen Schritt wagen. Im Fall eines Stromanbieters ist es darüber hinaus so, dass die Versorgung zu keinem Zeitraum gefährdet ist. Hat man dort gekündigt, aber ist noch zu keinem neuen Anbieter gewechselt, muss der alte Versorger mit seinem Standardtarif einspringen.

imageIch habe nun das Sonderkündigungsrecht, welches im Rahmen der vermutlich bei den meisten Verbrauchern eingegangenen Preiserhöhung auf Grund der EEG Umlage angefallen ist, wahrgenommen. Eine wirklich sehr zu empfehlende Seite für den eigenen Vergleich ist www.verivox.de.

Einer aktuellen Untersuchung zufolge, welche in der Tagesschau gezeigt wurde, können 80% der Verbraucher durch einen Wechsel Geld einsparen! Ich habe die Gelegenheit genutzt und einen neuen, besseren Ökostromtarif gewählt, als ich ohnehin schon habe. Auf verivox lässt sich die Suche diesbezüglich nämlich genau konfigurieren.

 

image

Wer wirklich einen ökologisch sinnvollen Tarif will, sollte entsprechend nur Angebote mit Gütesiegel und hier vorzugsweise “Grüner Strom Label” wählen. Tarife ohne Siegel, die mit Zertifikaten prahlen, sind die Tinte nicht wert, auf der sie gedruckt werden!

Ein gute Seite, die schnell die Unterschiede zw. Zertifikat und Siegel und die Unterschiede der einzelnen Siegel erklärt, findet ihr hier. Neben verivox ist auch diese Seite zum Vergleich von Ökostrom-Tarifen geeignet.

Durch meinen Wechsel zu ÜWAG fahre ich jetzt noch günstiger und bin noch “grüner”. Unabhängig von der Stromsorte gilt aber, v.a. bei Verträgen mit monatlichen Kosten: Regelmäßig kündigen bzw. Sonderkündigungen wahrnehmen!

KabelBW Service Bewertung

Heute wollte ich mein KabelBW Modem anschließen und danach meine neue 100 MBit Leitung aktivieren. Es war Samstag kurz nach 22 Uhr. Im Handbuch heißt es auf der dedizierten Seite zur Leitungsaktivierung, dass dies von Mo-Sa von 7 bis 23 Uhr möglich wäre. Leider erhielt ich folgende Meldung:

image

Mich nervte nicht, dass ich noch bis zum nächsten Tag hätte warten müssen, sondern dass ganz klar 23 Uhr im Handbuch steht. Deshalb rief ich in der Hotline, welche ebenfalls auf der gleichen Seite notiert war, an. Ich musste nicht lange warten und hatte eine kompetente und freundliche Mitarbeiterin am Apparat, die auch sehr laut sprach. Vor allem letzteres ist eine Seltenheit heutzutage in den Call Centern. Wie bei allen Zugangsanbietern wird aus Sicherheitsgründen der Name, das Geburtsdatum und die Anschrift zur Verifizierung verlangt. Inwieweit dies Sicherheit bringen soll, ist mir schleierhaft, wenn man bedenkt, dass derartige Informationen ohne weiteres im Netz zu finden sind.

Jedenfalls wurde mein Anschluss umgehend aktiviert und knapp 10 Minuten später konnte ich den vollen Speed meiner Leitung genießen. Trotz des kleinen Patzers mit der Fehlinformationen kann ich hier also Positives berichten.

Da ich vor einem viertel Jahr ebenfalls schon bei KabelBW war (ca. 3 Jahre lang), kann ich jedem zu einem entsprechenden Vertrag raten. Ich habe auch in meinem Bekanntenkreis bzw. bei meiner Familie entsprechende Anschlüsse beauftragt. Dabei kam es ausschließlich zu guten Erfahrungen. Trotzdem der Hinweis von meiner Seite (aber das gilt für alle Verträge): Kündigt immer nach den 2 Jahren bzw. nehmt Sonderkündigungen immer wahr, um neue Verträge abzuschließen, denn als Neukunde spart man in der Regel immer Geld (vergleicht auch meinen anderen Beitrag hierzu). Ich bekam beispielsweise einen Neukundenbonus, eine im ersten Jahr reduzierte Rate und einen Online Bonus. Zusätzlich haben “meine Eltern” mich geworben, was nochmals einen Werbebonus bringt. Und das tolle am neuen Vertrag: Inzwischen gibt es endlich auch einen 5 MBit Upload, welchen ich damit erhalten habe! Das ist noch nicht so schnell wir das Pendant von Kabel Deutschland, aber immerhin.

Übrigens lässt sich auf www.speedtest.net die Geschwindigkeit testen. Allerdings ist das nur ein Mittel um grob zu prüfen, ob der Provider hält, was er verspricht, denn um z.B. 100 MBit voll auszureizen, muss die entsprechende Gegenstelle auch das liefern können und der eigene PC darf nicht durch Hintergrunddienste ausgebremst werden:

image

PostSharp & SmartInspect

Dieser Blogeintrag liefert ein paar weiterführende Informationen zu meinem zugehörigen Webcast. Darin thematisiere ich wie sich die Geschäftslogik frei von Infrastructure Code halten lässt. Eine Möglichkeit dazu bietet z.B. aspektorientierte Programmierung. Im .NET Umfeld ist PostSharp sehr gut geeignet. In dem Webcast zeige ich wie wir durch den Einsatz in Verbindung mit einem starken Logging Framework wie SmartInspect Concerns wie Logging, Exception Handling, Performance Measuring und Tracing umsetzen.

Wer gerne den Code hätte, kann mich über die üblichen Kanäle wie Twitter und Xing anschreiben. Die SmartInspect Konfiguration sieht wie folgt aus:

AppName = UAR
Connections = tcp(caption="Hello World")
DefaultLevel = Message
Enabled = True
Level = Message
SessionDefaults.Level = Message
SessionDefaults.Active = True
SessionDefaults.Color = 0x00FF40

Webcast:

PostSharp und SmartInspect zur Reduzierung der Code Vermischung

Aktualisierung vom 11.11.12 um 13.50:

Weil die Frage nach Performance aufkam, noch kurz zwei Infos: Über SkipPostSharp=false in den Build Skripten kann PostSharp deaktiviert werden. Außerdem hat Daniel Marbach eine Analyse mit 125000 Codezeilen gemacht und der CompileTime Ovewrhead lag bei lediglich einer Sekunde.

Mobile Serie – Ebook Reader

In diesem Beitrag befasse ich mich mit der Nutzung von Ebook Readern im privaten Umfeld. In einem späteren Beitrag gehe ich auf den beruflichen Einsatz ein.

Ich hatte die letzten Wochen Gelegenheit meinen Kindle ausgiebig zu testen und eines steht fest: Ich bin begeistert! Kein Wunder, warum die Branche boomt. Die Lesequalität steht der im Vergleich zu normalen Büchern in nichts nach. Selbst direkte Sonneneinstrahlung schmälert die Anzeige nicht. Und genau hierbei grenzen sich die digitalen Lesegeräte ganz klar von Tablets ab: Die Displaytechnologie E-Ink ist speziell auf die Lesebedürfnisse ausgelegt. Ausgenommen sind lediglich stark bildlastige und farbenreiche Werke, die weniger dafür geeignet sind. Die Akkulaufzeiten, welche lediglich von der Anzahl gelesener Seiten abhängig sind, suchen ihresgleichen (3 Monate sind keine Seltenheit).

Viele nützliche Funktionen rund um das Gesamtpaket ab:

  • Automatische Lesezeichen, sodass man überall und auf jedem Endgerät (z.B. Handy oder PC) genau dort weitermachen kann, wo man aufgehört hat
  • Eigene digitale Notizen und Markierungen, d.h. das Beschreiben von Bücherseiten mit Textmarkern entfällt. Ebenfalls toll: Das Einblenden der Notizen von Personen, denen man auf Amazon folgt, ist ebenfalls möglich.
  • Über soziale Netze lassen sich Textpassagen weiterempfehlen
  • Direktes Nachschlagen in Wörterbüchern
  • Text-to-Speech: Ein integrierte Vorlesefunktion, welche mit englischen Titeln sehr gut funktioniert
  • Günstigere Preise als für gebundene Bücher
  • Abonnements von Zeitschriften möglich
  • Verleihen und Verschenken von Inhalten ist möglich
  • Pro Monat kann ein Ebook aus der Leihbücherei geliehen werden
  • Kostenlose Ebooks erhältlich
  • Kompakt und leicht
  • Features wie ein MP3-Player sind angedacht

 

Leider ist gerade Deutschland noch Schlusslicht, was das Angebot und die Preise von Ebooks angeht (vgl. aktuelle Zahlen hier und hier). Demzufolge sind nicht alle Inhalte digital verfügbar und die Einsparungen entsprechen bei weitem nicht denen im Ausland. Doch im Segment der Fachliteratur und der englischen Titel ist eine gute bis sehr gute Abdeckung gewährleistet. Am besten erstellt man sich eine Liste seiner 10 Lieblingsbücher und schaut zunächst einmal nach, welche davon verfügbar sind, um eine Einschätzung zu bekommen. Allerdings sollte man sich auch bewusst sein, dass durch den Kauf lediglich das Nutzungsrecht eingeräumt wird. Der Vertreiber, z.B. Amazon, kann somit jederzeit dieses Recht wieder entziehen, sodass das gekaufte Buch damit weg wäre.

Für wen sind nun Ebook Reader interessant? Zunächst einmal natürlich für Leseratten. Neben barem Geld können sie sich auch das Schleppen schwerer Bücher sparen. Aber auch auf Grund des geringen Preises zw. 80-130€ dürfen Gelegenheitsleser und Zeitschriften Fans bedenkenlos zugreifen. Als Geschenk ist es allemal eine gute Idee. Persönlich denke ich auch, dass selbst Tablet-Nutzer einen Kauf in Erwägung ziehen können, was darin begründet ist, dass die zwei Geräteklassen für unterschiedliche Einsatzzwecke konzipiert sind.

Als Privatperson ist man meiner Einschätzung nach mit dem W-LAN fähigen Kindle von Amazon, welcher seit Monaten Platz 1 der Bestenlisten belegt, am besten bedient. Für geschäftliche Zwecke muss dies nicht unbedingt gelten (vgl. 1 und 2), aber dazu später mehr. Noch ein wesentlicher Punkt um Fehlkäufe zu vermeiden: Das Kindle Fire ist ein Tablet. Hier ist aber die Rede von dem Ebook Reader Kindle ohne Fire im Namen. Bitte beim Kauf darauf achten.

Noch ein Link zu dem Blogeintrag eines Lesers, der vor knapp einem Jahr sich ebenfalls mit der Thematik auseinander gesetzt hat.

Mobile Serie – Das Lizenzlimit des Kindle

Nachdem ich in diesem Artikel einige Kritikpunkte am Ebook-Reader Kindle von Amazon geäußert hatte, stieß ich heute auf eine weitere Unannehmlichkeit, die ich als Frechheit empfinde:

image

 

Die maximale Anzahl an Geräten, auf denen dieser Artikel gelesen werden kann, wurde überschritten. Um den Artikel dennoch herunterzuladen, melden Sie zuerst alle nicht mehr verwendeten Geräte ab und löschen Sie die darauf befindlichen Inhalte. Anschließend können Sie diesen Artikel herunterladen. Sie können auch eine weitere Kopie im Kindle Shop kaufen.

 

Mit aktuell 2 PCs, einem Laptop, zwei Tablets, einem Kindle und einem Handy, auf welchen ich allesamt die Kindle App installiert habe, ist besagtes Limit natürlich schnell erreicht. Wo dieses genau liegt (ich vermute bei 2-3 Geräten), weiß ich bis dato nicht. Eine schnelle Google-Suche brachte nichts Konkretes zu Tage. Ich kontaktiere in den nächsten Tagen diesbezüglich den Support. Ich finde es sehr ärgerlich, dass hier Einschränkungen gemacht werden. Das liegt sicherlich darin begründet, dass der kollektiven Konsumierung durch mehrere Personen Einhalt geboten werden soll, allerdings stellt sich die Frage, wer seinen Amazon Account so einfach mit anderen teilt.

Außerdem wäre zumindest eine zentrale Online Lösung wünschenswert, in der die Inhalte von einem Gerät gelöscht und somit wieder freigeben werden können. Liegen Laptop und Kindle zuhause, so könnte ich die Ebooks am Handy nicht abrufen. Selbstverständlich ist das technisch nicht ganz so leicht zu lösen, dennoch wäre es machbar. Als Endkunde erwarte ich einfach, dass wenn schon eine Einschränkung seitens Amazon für meine (!) gekauften Güter vorgenommen wird, sie sich diesen Aufwand machen!

Mobile Serie – Das große Manko des Kindle

Seit zwei Wochen bin ich stolzer Besitzer eines Kindle. Wohlgemerkt eines Kindle und nicht eines Kindle Fire. Der Unterschied ist schnell erklärt: Ersteres ist ein Ebook-Reader und letzteres ein Tablet. Es wäre durchaus berechtigt zu sagen, dass es sich um den Ebook-Reader schlechthin handelt. Seit Monaten führt er die Bestenlisten an, unter anderem die auf Chip Online.

Eines gleich vorweg: Bei dem Gerät handelt es sich um ein hervorragendes Produkt! Vor allem die 3G Variante mit dem inkludierten weltweiten Mobilzugang ist ein tolles Angebot. Auf Grund des Preises, der Akkulaufzeit und der Größe kann man sich durchaus überlegen, einen Kindle zusätzlich zu einem Tablet anzuschaffen. Das Gerät hat sich je nach Leseumfang relativ schnell amortisiert, da Ebooks in der Regel zw. 5-10€ günstiger zu erwerben sind als echte Bücher (Kleiner Tipp: Die Robert C. Martin Clean Code Collection). In jedem Fall sollte man sich im Klaren sein, dass Ebook-Reader ein gänzlich eigenes Segment sind, die ihre Stärken einzig und allein beim Lesen von digitalen Büchern ausspielen!

Allerdings kratzen zwei wesentliche Punkte an meiner Meinung über das Kindle:

  • Das ePub-Format wird nicht unterstützt
  • Es gibt keine dedizierten Rechnungen für den geschäftlichen Nutzen

Während die ePub Problematik nur dann relevant ist, wenn primär Literatur bei Dritten erworben werden soll, so ist das Fehlen einer mit Mehrwertsteuer ausgewiesenen Rechnung für das Geschäftsumfeld annähernd ein No Go! Doch gerade hier könnte der Kindle viele Stärken ausspielen:

Über digitale Lesezeichen und Anmerkungen wäre es beispielsweise möglich, dass der Web Developer dem CTO/CIO Hinweise zur interessanten Technologien hinterlegt. Oder ein Projektmanager könnte den Teammitgliedern relevante Informationen markieren. Durch das Binden der gekauften Literatur an den Firmenaccount von Amazon wäre die gesamte betriebliche Literatur allen Mitarbeitern zugänglich. Doppelkäufe könnten vermieden werden. Bücherschwund würde praktisch gänzlich entfallen. Je nachdem, was noch in der Ideenschmiede von Amazon an Features entwickelt wird, könnte kollektives Lernen und Fachsimpeln gänzlich neue Formen annehmen.

Deshalb habe ich Amazon unter anderem über Facebook das Feedback gegeben, dass ich hier noch Verbesserungspotential sehe. Natürlich ist mir klar, dass es

imagegute Gründe für dieses Vorgehen geben kann, z.B. welches Land und somit welche Mehrwertsteuer bei Käufen maßgeblich ist. Doch wenn hier nachgebessert wird, so könnte man einen neuen Absatzmarkt ansprechen: Schulen und Firmen!

Es folgt noch ein Gesprächsausschnitt mit einem Amazon Mitarbeiter. Ich möchte darauf hinweisen, dass es weder meine Absicht ist Amazon hierdurch zu verunglimpfen noch den Ansprechpartner, der mit mir den Chat geführt hat. Die Information dient lediglich der Vollständigkeit und kann auf Anfrage jederzeit gelöscht werden. Außerdem handelt es sich hierbei um meine persönliche Meinung und ich blogge hier als Privatperson.

 

Sie sind nun verbunden mit *Name des Ansprechpartners* von Amazon.de.
Ich:Guten Tag
*Name des Ansprechpartners*:Guten Tag,
mein Name ist *Name des Ansprechpartners*. Was kann ich für Sie tun?
Ich:Wir sind sehr zufrieden mit dem Kindle, allerdings haben wir noch nicht herausgefunden, wo man die Rechnungen mit ausgewiesener Mehrwertsteuer herunterladen kann. Können Sie mir weiterhelfen?
*Name des Ansprechpartners*:Es gibt absichtlich keine Rechnungen mit ausgewiesener Mehrwertsteuer für Kindle-Inhalte.
Kindle-Inhalte und -Services werden gemäß unseren Nutzungsbedingungen ausschließlich für den privaten, nicht-gewerblichen und nicht-unternehmerischen Gebrauch verkauft.
Ich:Oh
*Name des Ansprechpartners*:Daher können wir leider keine Mehrwertsteuerrechnung für gewerbliche oder unternehmerische Zwecke ausstellen.
Ich:Und normale Rechnungen? Wo gibt es diese?
*Name des Ansprechpartners*:Dazu drucken Sie sich ganz einfach die Bestellübersicht unter "Mein Konto" aus.
Ich:Ok. Dann würde ich das gerne als Feedback geben, dass vollwertige Rechnungen unterstützt werden.
*Name des Ansprechpartners*:Es gibt eine Möglichkeit, eine ausgedruckte Rechnung zu erhalten. Dies ist jedoch nur für Privatpersonen möglich.
Ich:Aber eine Frage: Bei allen Einkäufen, ob privat oder gewerblich, sind doch Rechnungen pflicht.
Wieso ist dies hier nicht der Fall?
*Name des Ansprechpartners*:Alle Kindle Inhalte werden über den luxemburgischen Firmensitz verkauft und unterliegen somit den luxemburgischen Steuerregelungen.
Wenn Sie eine Rechnung als Privatperson mit Ihrer privaten Rechnugnsanschrift wünschen, können wir Ihnen eine Rechnung mit ausgewiesener luxemburgischer Mehrwertsteuer per Post zusenden.
Ich:Ok. Danke für die Info
Bitte das Feedback weitergeben, dass wir uns eine entsprechende Rechnung wünschen würden.
*Name des Ansprechpartners*:In Ordnung. Sie erhalten von uns eine E-Mail mit der genauen Vorgehensweise zum Erhalt einer Rechnung für Privatpersonen mit ausgewiesener luxemburgischer Mehrwertsteuer.
Beachten Sie dabei aber bitte, das die Ausstellung einer solchen Rechnung ausschliesslich für Privatpersonen möglich ist.
Ich:Danke
schönes WE
*Name des Ansprechpartners*:Kann ich sonst noch etwas für Sie tun?
Ich:Nein, danke.

%d Bloggern gefällt das: