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Hackathon Karlsruhe – Zusammenfassung

In diesem Blogeintrag führe ich nochmals alle Quellen zusammen. Gerne dürfen in den Kommentaren weitere Links und Videos vorgeschlagen werden. Falls sich jemand in seinem Recht auf Datenselbstbestimmung verletzt fühlt, so reicht eine kurze Info an mich und ich lösche den entsprechenden Inhalt.

Ich werde den Eintrag regelmäßig aktualisieren. Letztes Update: 22.01.2013 um 15:36Uhr

Blog Posts:

 

Links:

 

Videos: Alles in Full HD (restliche Videos folgen noch)

 

Meine weiteren Kanäle findet ihr hier.

Hackathon Karlsruhe – Teil 6

Die restlichen Fotos, sowie erneut den Hinweis: Die Videos folgen nächste Woche.

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Hackathon Karlsruhe – Teil 5

Zeit für das Feedback. Zunächst einmal muss ich meinen Respekt ausdrücken, dass Microsoft den Hackathon veranstaltet hat, nachdem sie in Pforzheim Ralf und mir auf die Frage, warum denn keine Veranstaltung in Karlsruhe geplant sei, damit beantworteten: Wenn ihr 40 Leute zusammenkriegt, machen wir das gerne. Was Veranstaltungen für die Community angeht, beklage ich mich als Entwickler wirklich nicht.

Umso weniger kann ich deshalb nachvollziehen, warum durch diverse Aktionen das eigene Image beschädigt wird. Nachdem bereits in Pforzheim Windows 7 und Office 2010 Lizenzen als Giveaways für die Gewinner des App-Wettbewerbs vergeben wurden, folgte diese – vermutlich auch für die Evangelisten – peinliche Aktion erneut. Hier würde ich ein Gespräch mit der Marketing-Abteilung empfehlen!

Frank kam in der Mittagpause mit den Worten auf mich zu: “Also wenn das mit dem W-LAN nichts wird, kann ich nach Hause fahren, denn dann komme ich hier nicht weiter.” Auch wenn Frank bis zum Ende blieb, verließen viele Teilnehmer zum späten Nachmittag die Veranstaltung. Daneben wurde die Entwicklung erheblich gehemmt und der Unmut war groß. Die meisten behalfen sich mit mobilen Hotspots. Für Microsoft ist es natürlich schwer dies im Vorhinein abzuklären, wenn sie niemanden vor Ort haben. Wie wäre es mit einer intern geführten Liste, wo gute Locations festgehalten werden? Dass aber bei einem Consumer Router und 56 IT-lern (was umgerechnet mit Handys ca. 100 Geräten entsprechen dürfte) Probleme auftreten würden, sollte ein Großkonzern wissen.

Positiv finde ich, dass wieder eine Designerin vor Ort war, schließlich tun wir uns als Techies schwer mit schöner Optik. Ebenfalls wieder vorhanden: Testgeräte – dieses Mal Slates – konnten ausprobiert werden. Leider waren keine Apps installiert und auf Grund des fehlenden Internets gab es nicht viel, was man damit hätte anstellen können. Das Netzkabel fehlte im Übrigen auch.

Die Evangelisten waren aber wie immer sehr gesprächig und sympathisch. Schade fand ich, dass die angestrebte App-Vorstellung ohne Ankündigung um knapp eine Stunde nach vorne gezogen wurde. Kai konnte beispielsweise seine Anwendung nicht mehr vorstellen. Beim nächsten Mal einfach eine kurze Durchsage machen, dann läuft das.

Ein besonderes Lob gibt es für die Bereitstellung von Bier. Das macht einfach die Gespräche “geschmeidiger” und das “Beer Driven Development” (BDD) läuft auch. Ich meine, dass es früher einmal Probleme gab, als ein Evangelist selbiges wohlgemerkt aus eigener Tasche bezahlte!

Der Teufel steckt im Detail: Beim Ansetzen eines Events wäre es wünschenswert, wenn gleich ein Twitter Hashtag dazu veröffentlicht wird. Damit lassen sich Fahrgemeinschaften bilden und vor Ort läuft sowieso jegliche Kommunikation per Gezwitscher.

Zu guter Letzt sei noch auf den Feedback-Bogen hingewiesen: Ich meine, dass es sich dabei um den gleichen handelt, wie auf etlichen anderen Veranstaltungen auch. Für einen Hackathon sind diese Fragen nicht geeignet. Falls ich mich täusche, dann trotzdem als Rückmeldung: Überarbeitet den Dinger.

Hackathon Karlsruhe – Teil 4

Weil ich darauf angesprochen wurde: Ich bin bemüht das Video Anfang der Woche vor meinem Urlaub noch zur Verfügung zu stellen. Ich kann das nicht zusagen, aber es kommt garantiert in meinen YouTube Channel!

 

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Hackathon Karlsruhe – Teil 3

Ein kurzes Zwischenfazit, nach mehreren Gesprächen, darunter ein sehr informatives mit Philipp Bauknecht von der medialesson GmbH:

  • Die Kunden wollen native Apps. Eine Diskussion über Vor- und Nachteile gibt es übrigens in diesem gelungenen Podcast auf heise Developer.
  • Der Code von HTML/JS Apps ist quasi nicht portierbar, was auch nicht die Absicht von MS dahinter gewesen sein soll. Es ging darum diese Entwickler ins Boot zu holen, nicht den Code wiederverwendbar zu machen (persönliche Meinung!)
  • Inzwischen steigen fast alle größeren Firmen in den Markt ein, allerdings mit Companion Apps, die primär den bestehenden Funktionsumfang erweitern und nicht vorhandenen ergänzen.
  • MVVM Light ist laut Kai Ehret durchaus praktikabel für WinRT
  • Die Stimmung gegenüber Win8, v.a. mit den Aussagen von Win Blue im Hintergrund, ist verhalten, teilweise sind die Leute verärgert. Es kam eine passende Aussage: “Mit Windows Blue wiederholt man die Verarsche von Windows Phone 7.5”.
  • Typische Diskussionen über Android vs. iOS vs. Windows Phone sind gewährleistet
  • Erste Kollegen äußern sich bzgl. BDD (Beer Drinking Development)
  • Um 15 Uhr konnte noch kein Team etwas vorzeigen
  • Die quasi nicht vorhandene W-LAN Verbindung blockiert stark bei der Arbeit und veranlasste die ersten zum Gehen
  • Ich wurde hier ein weiteres Mal auf die WCF angesprochen, nachdem ich schon viele Fragen im Kontext meiner Entity Framework Webcast Serie dazu erhalten habe. Ich dachte eigentlich, dass WCF langsam auf das Abstellgleis kommt…
  • SharePoint scheint sich in jeglichem Kontext, sogar bei Windows 8 App Entwicklung, wiederzufinden. Hier gilt aber weiterhin, was seit der Veröffentlichung von SharePoint gilt: Entwickler bzw. Consultants sind Mangelware und unter Entwicklern ist der Office Sprössling eher verschrien…

Hackathon Karlsruhe – Teil 2

Zeit, um meine Erwartungen zu formulieren, um im Nachhinein ein Fazit zu ziehen. Gerne kann ein Leser, der zu einem der Punkte etwas beitragen kann, das hier kommentieren.

 

Ich wünsche mir:

  • Einen informativen Austausch mit Entwicklern, die sich schon intensiv mit der Win8 App Entwicklung beschäftigt haben. Was ist gut, was ist schlecht. Wie gestaltet sich der Prozess für die Store Publikation.
  • Was sind die Präferenzen, die Vor- und Nachteile der unterschiedlichen Technologien HTML5/JS vs. XAML/C#
  • Welche Frameworks wurden bereits auf WinRT portiert. Speziell in den Bereichen MVVM, IoC und Bus.
  • Wer glaubt an Windows 8? Speziell nach dem Weggang von Sinfosky bzw. der Aussage bzgl. Windows Blue? Wer glaubt an XAML? Soweit ich gehört habe, sind viele diesbezüglich skeptisch!
  • Insider Infos von den Microsoft Evangelisten zu Windows Blue
  • Hilfe der Designerin für unsere App
  • Einblick in neue/andere Bedienkonzepte für Apps

Nice-to-Have:

  • just killer apps, no excuses
  • Ein Nerd T-Shirt :)
  • Input für die Kamasutra App. Die könnte LEGENDÄR werden!
  • Eine #Olga wie beim Open Space Leipzig

 

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Hackathon Karlsruhe – Teil 1

CIMG2645Der Startschuss für den Windows 8 / Windows Phone 8 Hackathon ist heute um 10 Uhr im Schalander in Karlsruhe gefallen. 56 Teilnehmer haben sich angemeldet. Ich konnte bereits wieder die typischen Community Gesichter identifizieren. Die Kollegen, die den Pforzheimer Hackathon organisierten, sind ebenfalls vor Ort. Leider ist in Karlsruhe im Gegensatz zu Pforzheim das W-LAN fürchterlich, was die Arbeit natürlich sehr erschwert. Das ging bei mir gerade so weit, dass ich meine Windows 8 Entwicklerlizenz, die regelmäßig in Visual Studio wieder erneuert werden muss, nicht aktivieren konnte. Der Weg über den mobilen Handy Hotspot half enorm!

Da noch kein offizieller Hashtag eingeführt wurde – einer IT Veranstaltung eigentlich nicht würdig – hole ich das hiermit nach:#Win8Hack

 

Hier bereits die ersten Bilder:

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UAC oder keine UAC – Das ist hier die Frage

Mit meinem vorherigen Blogeintrag Windows 8 ist Gift für Legacy Code kam auf Twitter eine Diskussion zu Stande, wieso denn unsere Anwendung derart hohe Berechtigungen benötigt und dass der Code doch inzwischen längst neu geschrieben worden sein sollte. Außerdem wurde eingeworfen, was Legacy Code direkt mit der UAC zu tun hätte.

Gemäß der englischen Wikipedia Ausgabe beschreibt Legacy Code unter anderem eine nicht länger unterstützte Technologie. Demzufolge ist Windows XP, als das am weitesten verbreiteten Betriebssystem nach Windows 7 ein Legacy System. Zunächst einmal hat Legacy Code nichts direkt mit der Benutzerkontensteuerung zu tun. Allerdings ist es so, dass Legacy Code in der Regel recht alt ist, weshalb er konsequenterweise eben auch nicht mehr weiterentwickelt wird. Code, welcher z.B. vor .NET entstand, würde ich in jedem Fall als Legacy bezeichnen. Selbst .NET 1.0 und 1.1 würden vermutlich die meisten von uns hier einordnen. Nun ist klar, dass vor beispielsweise 10 Jahren die Coding Conventions noch völlig andere waren. Programmkonfigurationen standen in INI-Dateien im lokalen Ausführungsverzeichnis oder die Registry musste für das ein oder andere Szenario herhalten. Demzufolge ist es vorwiegend Legacy Code, der mit der UAC Probleme macht. Das heißt nicht, dass nicht auch neuer Code nicht Schwächen aufweist, jedoch betrifft es vornehmlich alte Module.

 

Ich schätze, dass mindestens 80% der Anwendungen (z.B. die ERP-Systeme) noch entsprechende Module verwenden. Und das ist eine sehr konservative Schätzung! Holger Schwichtenberg schrieb zu Windows 7, dass noch kein Bestandteil auf .NET basiert. SAP hat nach dem, was ich von Consultants höre, noch teilweise Programmzeilen aus den 70er Jahren. Wie ich aus eigener Erfahrung weiß, ist selbst heute noch für die Datenübertragung im EDI Umfeld primär OFTP v1 im Einsatz, d.h. die Kommunikation zwischen Firmen geht mit einer überwältigenden Mehrheit über ISDN. Das zeigt, dass alte Technologien allgegenwärtig sind. Wer sich damit bisher noch nicht hat rumschlagen müssen, gehört zu den wenigen Glücklichen.

 

imageWie gesagt: Nur, weil alte Software im Einsatz ist, heißt dies nicht, dass deshalb automatisch höhere Berechtigungen notwendig sind, doch leider ist das oft der Fall. Nun könnte man noch erörtern, wie es denn sein kann, dass die Codestrukturen noch nicht aktualisiert wurden. Das spielt für mich allerdings kaum eine Rolle, da wir einfach vor diesem Problem stehen.

Aber um der Sache Genüge zu tun: Projekte werden immer noch (nichts von wegen agil) in großen Firmen auf Jahrzehnte geplant, wenn man nach HP geht, läuft deren Strategie sogar auf 75 Jahre (geradezu lächerlich!). Darüber hinaus kann eine IT sich nicht einfach einmal 3-5 (oder länger) Jahre Zeit nehmen und allen alten Code migrieren. Wenn sie das täte, würde die Fachabteilung / Geschäftsleitung vermutlich den Verantwortlichen direkt vor die Tür setzen. Selbst wenn dem nicht so wäre, so käme man der Konkurrenz nicht mehr hinterher und könnte das Produkt gänzlich einstellen.

Frage an die Leser: Wer kam denn bisher gar nicht in die Berührung mit Legacy Code?

Windows 8 ist Gift für Legacy Anwendungen

Mit Windows 8 könnte für viele Entwickler das böse Erwachen kommen: Legacy Anwendungen, die höhere Rechte erfordern, können nicht mehr ausgeführt werden. Vergleicht man die zwei Dialoge der Benutzerkontensteuerung von Windows 7 und Windows 8, so erkennt ist kein Unterschied ersichtlich. In beiden Fällen werden die Benachrichtigungen deaktiviert. Leider versäumt es Microsoft darauf hinzuweisen, dass damit die Benutzerkontensteuerung nicht wie in Windows 7 deaktiviert ist. Demzufolge laufen die Anwendungen weiterhin mit niedrigeren Rechten. Technischer Hintergrund ist der Admin Approval Mode (als Teil der UAC), welcher einen Security Token mit einer niedrigen Berechtigungsstufe an alle gestarteten Prozesse hängt. Mehr Informationen liefert Technet. Außerdem möchte ich auf diese Seite hinweisen, die das Thema verständlich und auf den Punkt gebracht erläutert.

Allerdings gibt es zwei Wege die UAC gänzlich abzuschalten: Über die Registry oder Richtlinieneditor (Anleitung). Leider führt das zu neuen Problemen, die sich so manifestieren:

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Alle Windows 8 Apps können somit nicht mehr gestartet werden. Lediglich reine Desktopanwendungen funktionieren weiterhin. Der integrierte PDF Reader ist damit wertlos.

Die Theorie von Microsoft, dass alle Anwendungen inzwischen ohne Admin-Recht laufen sollten, ist schön und gut, allerdings ist sie, betrachtet man die Betriebe, eher realitätsfern. Legacy Code greift leider immer noch auf das Programmverzeichnis zu oder muss bei Updates COM-Komponenten in der Registry anmelden. Hier wäre es von Vorteil, wenn Microsoft eine Art Sandbox anbieten würde, in welcher die eigenen Anwendung auf Zugriffe mit erhöhten Berechtigungen analysiert werden kann. Dieses Analyse-Tool sollte dabei z.B. auch alten VB Code unterstützen und bis runter auf Methoden-Ebene die Ergebnisse anzeigen. Ich meine, dass es hierfür eine Lösung gibt, jedoch fällt mir der Name nicht mehr ein. Falls ein Leser helfen kann, so möge er mir das doch bitte schreiben!

Ansonsten bleiben zwei Alternativen. Zum einen müssen die Anwender das Programm übers Kontextmenü als Administrator ausführen, zum anderen wäre ein vorgeschalteter Prozess denkbar, der folgende Funktion übernimmt:

Well, it actually has to request permission in the code, which means a lot of programs are not going to work well with Windows 8 unless they rewrite the code to properly ask for permission.

 

Wer hat seine bestehenden Anwendungen bereits mit Windows 8 getestet und hat ähnliche Schmerzen? Oder können Microsoft Insider den Hintergrund für diese Entscheidung erklären, also den offensichtlichen Sicherheitsaspekt einmal außen vorgelassen. Könnte die Entscheidung im Rahmen der Apps notwendig gewesen sein?

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