Session Die 4 tierischen Menschentypen

Eine spannende Session mit dem Namen „Die 4 tierischen Menschentypen“ gab es dieses Jahr beim Developer Open Space. Das Video habe ich euch in meinem YouTube Kanal zur Disposition gestellt.

Leider bin ich ein wenig zu spät eingestiegen, sodass ein Teil der Einführung fehlt. Macht nichts, denn hier hat Tobias Beck das toll erklärt.

Feedback ist wie immer willkommen. Wenn euch das Video gefällt, dann teilt/liked diesen Beitrag. Wer noch den Link zum Online Self Test möchte, kann mir das in die Kommentare schreiben. Den Blog von Gregor gibt es hier.

Session Unternehmenswerte

Auf das Thema Unternehmenswerte konnte ich schon aus vielen Blickwinkeln schauen: Ob als Mitarbeiter, als Geschäftsführers, als Selbstständiger oder Dienstleister. Umso mehr hat es mich gefreut, dass Daniel Marbach dazu eine Session vorgeschlagen hat. Teilnehmer gab es reichlich. Ich hätte mir zwar  gewünscht, dass mehr aktive Teilnehmer ihre Meinung bei der nach dem Fishbowl-Konzept geführten Diskussion geäußert hätten, aber insgesamt war es eine wirklich gelungene Session. Die Aufnahme hat ein wenig mit Schwächen bei Bild und Ton zu kämpfen, aber unser Schüler Tim hat sein Bestes gegeben, um in der Nachbearbeitung die nötige Qualität rauszuholen.

Das Video darf man gerne als Einladung zur Diskussion verstehen. Deshalb halte ich hier die Punkte fest, die mir im Kopf geblieben sind:

Duzen/Siezen: Ein diskussionswürdiger Punkt, bei dem die Meinungen sicherlich auseinandergehen. In jedem Fall springen immer mehr Unternehmen auf den „Du-Zug“ auf. Klar ist aber auch: Die Anrede muss zur Unternehmenskultur passen. Ein Beispiel aus meinem Alltag sei genannt: Wenn unser Tim, Schüler, kürzlich erst 18 geworden, mit mir arbeitet, dann würde durch das Siezen aus meiner Sicht eine Hürde aufgebaut werden, die ihn bei der Arbeit weniger kreativ und in Bezug auf seine Lösungsansätze weniger „probierfreudig“ machen würde. Die Angst Fehler zu machen und sich an die Vorgaben des Chefs halten zu müssen, wird durch das Duzen einfach gemindert.

Kommunikationsnähe: Kommunikation findet bekanntlich zum Großteil nonverbal statt. Deshalb ist es umso wichtiger, eine möglichst hohe „Kommunikationsnähe“ zu erreichen. Sei es durch regelmäßige Treffen vor Ort (bei verteilten Mitarbeitern) oder durch Videokonferenzen. Chats und E-Mails sollten mehr durch die vorher genannten Punkte ersetzt werden. Für mich wird dabei einfach mehr Menschlichkeit vermittelt, die auch größere Meinungsunterschiede überwinden lässt.

Rituale: Halte ich ebenfalls für sehr effektiv. Seien es nun das Kickern oder Schachspielen in der Mittagspause, das Feierabend-Darts, das TGIF-Bierchen oder das Daily (als Videokonferenz!): Alles trägt zur besseren Kultur bei. Daniel hat mir einmal erzählt, dass bei Particular Videogespräche häufig mit einem „Kaffee-Gespräch“ über das allgemeine Befinden beginnen, bevor über Geschäftliches gesprochen wird.

Loben: Das ist nun mein persönliches Steckenpferd, wobei ich mit meiner Meinung vermutlich eine Minderheit vertrete. Ich halte Lob für Gift. Ein paar Argumente könnt ihr dazu im Video hören. Auf Twitter wurde dazu auch noch etwas gesagt. Dieser Link wurde in dem Kontext empfohlen. Weitere Informationen gibt es hier.

Persönlichkeitsanalyse: Das finde ganz spannend. Mehrere Firmen haben schon Persönlichkeitsanalysen für ihre Mitarbeiter durchführen und diese dazu schulen lassen, um Konfliktpotential zu erkennen und jedem Werkzeuge an die Hand zu geben, sich auf den Kollegen/die Kollegin einzustellen. Im Nachhinein hat mir noch ein Teilnehmer erzählt, dass bei ihnen die Projektgruppen nach dem Ergebnis zusammengestellt wurden. Alle, bei denen dies umgesetzt wurde, haben sich dazu positiv geäußert.

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Hinweis: Das Beitragsbild hat mir Andreas Richter zur Verfügung gestellt.

Schneller zur besseren Webseite mit einer Business Analyse

Für unseren größten Kunden die heco gmbh haben wir eine Business Analyse durchgeführt, um vor der anstehenden Neuentwicklung die richtigen Entscheidungen treffen zu können. Wie wichtig die Informationen über Markt, Mitbewerber, Anwender und Kunden sind und welche Schlussfolgerungen sich daraus ziehen lassen, zeige ich in diesem Video:

Während dies bei „normalen“ (im Sinne von offline bzw. intern) Software-Projekten schon eher Usus ist, kann man davon bei Web-Projekten  noch lange nicht sprechen. Meiner Erfahrung nach spielen hier Aussehen und „etwas auf die Leinwand bringen“ die erste Geige. Eine schier riesige Zahl an Feature-Wünschen, die man auf anderen Seiten gesehen hat, lässt die Stakeholder träumen.
 

Der Langsamste, der sein Ziel nicht aus den Augen verliert, geht noch immer geschwinder, als jener, der ohne Ziel umherirrt. – Lessing

 

Aus unserer Sicht ist es elementar sich die Zeit zu nehmen, um sich als Dienstleister in die Domäne des Kunden einzuarbeiten. Denn viele hoch priorisierte Wünsche sind eher nice-to-have Anforderungen. Oder schlimmer: Das „Warum“ ist gar nicht geklärt und das Produkt bzw. die Webseite wird am eigentlichen Zweck vorbei entwickelt. Da wird dann auch mal der Wunsch nach einem News-System laut, obwohl im Jahr nur 1-2 Neuigkeiten auf der Webseite eingepflegt werden sollen. Dabei wäre es unter Umständen geradezu eine Revolution in der Branche, würde man im Gegensatz zu den Mitbewerbern Echtzeitbestände und -preise auf der Webseite anbieten.

Um richtig priorisieren und die Technologie auswählen zu können, ist deshalb ein solides Know How der Domäne des Kunden notwendig, denn sonst verbaut man sich schnell Möglichkeiten, die dann teuer und langwierig umgebaut werden müssen. Setze ich beispielsweise auf SignalR, so kann ich jedem Besucher, der ein bestimmtes Produkt geöffnet hat, Änderungen am Bestand aktiv mitteilen. Auf der anderen Seite muss ich mir nicht unnötig Komplexität ins Projekt holen, wenn der Bestand von vor 2 Stunden völlig ausreichend ist. Oder wenn der Besucher gar nicht in der Lage ist bestimmt Funktionen zu bedienen (ja, das gibt es durchaus => kenne deine Anwender).

Viel Spaß mit dem Video, auch wenn es etwas lang wurde. Daran merkt man aber schon wie weitreichend das Thema ist. Schreibt mir in die Kommentare, ob ihr auch schon zu solchen Projekten gestoßen seid, bei denen das fehlende Domänenwissen zu Entwicklungsproblemen führte.

Vorlage zum Antworten bei unberechtigten Mahnungen

Kürzlich erhielt meine Oma ein Mahnschreiben der Sirius Inkasso GmbH, vertreten durch die Fachanwälte Wagner, Pauls und Kalb, welche eine Forderung der Communication Services Tele2 GmbH eintreiben wollten. Die Mahnung war in ihrem Fall völlig ungerechtfertigt und höchst fragwürdig, vermutlich Teil einer größeren, breit angelegten Abmahnwelle:

 

mahnung.

 
Ich habe mir daraufhin die Mühe gemacht und entsprechende Informationen für ein Antwortschreiben zusammengetragen. Darüber hinaus habe ich meinen Lieblingspassus aus dem Datenschutzrecht (zum Blog Post) angehängt, um denen – salopp gesagt – ans Bein zu pissen.

Meiner Meinung nach sollte man immer auf solche Schreiben antworten – idealerweise per Einschreiben. Im vorliegenden Fall habe ich das jedoch per E-Mail gemacht. Gerne könnt ihr die Vorlage nutzen, aber wie immer ohne Gewähr! Die Stellen, die ihr mit eigenen Angaben ausfüllen müsst, habe ich entsprechend markiert. Streicht ggf. die Passagen, die nicht passen sollten. Und wenn keine Antwort kommt, zögert nicht das an den Datenschutzbeauftragten des Bundeslandes des Inkassobüros weiterzuleiten. So etwas kann – leider sehr langsam – am Ende sehr teuer für die werden.

 

Sehr geehrte Damen und Herren,

bezugnehmend auf Ihr Schreiben vom {{Datum}} teile ich Ihnen hiermit mit, dass ich bezüglich Ihres Mahnschreibens sowohl die Hauptforderung als auch Ihren Anspruch auf jegliche Inkassokosten vollumfänglich bestreite.

Ich weise darauf hin, dass Ihrem Schreiben eine Bevollmächtigung im Original seitens Ihres Mandanten für den Inkassoauftrag gem. § 174 BGB nicht beilag.

Zudem befindet sich in Ihrem Schreiben keine Originale Abtretungsurkunde gem. § 410 BGB bei.

Außerdem möchte ich darauf hinweisen, dass eine Angabe des Rechnungsdatums fehlt. Falls das Rechnungsdatum der Tag des Vertragsabschlusses war, ist die Forderung sowieso verjährt, da seither bereits 3 Jahre verstrichen sind.

Eine ladungsfähige Anschrift des Forderungsstellers geht aus Ihrem Schreiben nicht hervor. Solange Sie Ihre Mandantin bzw. den ursprünglichen Forderungssteller nicht gegenüber mir als rechtsfähige, bestimmbare Partei identifizieren, bestreite ich schon Ihre Aktivlegitimation zur Beitreibung der Forderung.

Wie bereits ausgeführt, wird daher die Forderung vollumfänglich bestritten. Dies haben Sie dem Forderungssteller mitzuteilen. Forderungen, die weder qualifiziert dargelegt noch in der Sache begründet sind, und die dem Forderungssteller daher nicht zustehen, werde ich nicht begleichen.

Einem gerichtlichen Mahnbescheid werde ich fristgemäß widersprechen. Von weiteren Mahnschreiben an meine Adresse ist Abstand zu nehmen. Die bei unseriösen Inkassobüros übliche Taktik, mit fortwährenden Mahnbelästigungen die Zahlung eines ungerechtfertigten Anspruchs zu erreichen, verfängt bei mir nicht.

Ich warne unter Hinweis auf § 28a BDSG eindringlich vor widerrechtlicher Weitergabe meiner Daten an die SCHUFA oder andere Datenbanken. Eine solche ungerechtfertigte Maßnahme werde ich mit einstweiliger Verfügung sowie ggf. Schadenersatzforderungen aus § 824 BGB sowie mit Beschwerde an den zuständigen Landesdatenschutzbeauftragten beantworten.

Sie haben mir den Zugang des Schreibens sowie die Unterlassung weiterer Mahnschreiben in dieser Sache zu bestätigen. Hierfür habe ich mir eine Frist bis zum {{14 Tage ab Schreiben}} notiert. Andernfalls erfolgt umgehend Beschwerde bei der für Ihre Zulassung zuständigen Stelle.

Darüber hinaus fordere ich Sie außerdem auf, wie im § 19 BDSG Abs. 1 vorgesehen, mir mitzuteilen, welche Daten Sie über mich gespeichert haben, aus welcher Quelle Sie diese Daten haben und an wen Sie diese Daten weitergegeben haben. Des Weiteren erwarte ich, dass, gemäß § 20 BDSG Abs. 2, meine Daten gelöscht werden. Wenn dies aufgrund eines Gesetzes nicht möglich ist, sind die Daten zu sperren (vgl. §20 BDSG Abs. 3). Sollten Sie der Aufforderung nicht nachkommen, behalte ich mir vor die Sache beim Datenschutzbeauftragten Ihres Bundeslandes einzureichen

Quelle: https://www.antispam-ev.de/wiki/Antwortbrief_gegen_ungerechtfertigte_Inkassoforderung

Gitolite Berechtigungssystem

In diesem Video gebe ich einen Einblick in das Berechtigungssystem von Gitolite. Ich spreche über Zugriffsgruppen, über das Vererbungssystem, über Wild Repos, über mögliche Einsatzszenarien und einiges mehr. Eine ausführliche Dokumentation findet ihr hier.

Die 2 im Video genannten Befehle waren

  1. Prüfung der Berechtigungen für ein Repository (zur Doku): Im Beispiel wird geprüft, ob der User ‚uli.armbruster‘ Berechtigung zum Löschen des ‚master‘-Branch im Repository ‚co-it/homepage‘ hat.gitolite access -s co-it/homepage uli.armbruster D refs/heads/master 
  2. Übersteuern von Berechtigungen am Repository selbst: In dem Beispiel würde mir Gregor auf sein userspezifisches-Repository ‚users/gregor.woiwode/spike1‘ Lesezugriff geben.ssh git@ci.heco.de perms users/gregor.woiwode/spike1 + READERS uli.armbruster

 

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Gewährleistung und das Übel mit der Beweislastumkehr

Disclaimer
Dieser Beitrag entspricht meiner privaten Recherche und darf nicht als rechtlich verbindend angesehen werden. Es soll eher als Einstieg in das Thema dienen, um einen groben Überblick zu kriegen.

Abgrenzung Garantie und Gewährleistung
Zuerst einmal ist zu beachten, dass Gewährleistung nicht gleich Garantie ist. Viele denken, dass es sich bei den Begriffen um das Gleiche handelt, jedoch ist die Garantie nur eine freiwillige Leistung des Verkäufers, zusätzlich zur gesetzlich geltenden Gewährleistungspflicht.
„Mit der Garantie sichert der Verkäufer eine unbedingte Schadensersatzleistung zu, während die Gewährleistung eine zeitlich befristete Nachbesserungspflicht bei Mängeln beschreibt.“

Gewährleistungszeit
Normalerweise gilt die Gewährleistung 2 Jahre ab Übergabe der Kaufsache, jedoch kann die Frist auch verkürzt bzw. sogar ausgeschlossen werden. Zu unterscheiden ist v.a. zw. Neuware und gebrauchter Ware und zw. Unternehmer und Privatpersonen.

Neuware

Unternehmer verkauft an Unternehmer Gewährleistung kann auf 1 Jahr verkürzt werden
Unternehmer verkauft an Privatperson 2 Jahre, keine Verkürzung möglich
Privatperson verkauft an Privatperson Gewährleistung kann auf 1 Jahr beschränkt werden


gebrauchte Ware

Unternehmer verkauft an Unternehmer Gewährleistung kann ausgeschlossen werden
Unternehmer verkauft an Privatperson Gewährleistung kann auf 1 Jahr verkürzt werden
Privatperson verkauft an Privatperson Gewährleistung kann ausgeschlossen werden

 

Beweislastumkehr
Beim Verbrauchsgüterkauf (Privatperson ist der Käufer, ein Unternehmen ist Verkäufer) ist zu beachten, dass der Verkäufer in den ersten 6 Monaten im Falle eines Mangels beweisen muss, dass dieser nicht schon beim Verkauf vorlag. Nach den 6 Monaten tritt die Beweislastumkehr in Kraft und der Käufer muss beweisen, dass der Mangel bereits beim Verkauf vorhanden war. Obwohl Privatpersonen also rechtlich 2 Jahre Gewährleistung zustehen, wird es nach 6 Monaten schwierig diese in Anspruch zu nehmen. Denn um den benötigten Nachweis zu erbringen, bedarf es in der Regel ein spezielles Gutachten.

Handelt es sich bei dem Käufer um ein Unternehmen, so wird davon ausgegangen, dass man sich mit dem Kauf von Waren auskennt und deshalb die Ware direkt begutachten und etwaige Fehler gleich reklamieren kann. Sprich hier gilt die Beweislastumkehr sofort bzw. spätestens nach 14 Tagen.

Bei Verkäufen unter Privatpersonen liegt die Beweislast immer beim Käufer.

Fazit
Die Gewährleistungspflicht hilft Privatpersonen nur in den ersten 6 Monaten. Besser ist es beim Kauf auf eine möglichst lange Garantie seitens des Herstellers zu achten. Persönlich habe ich außerdem die Erfahrung gemacht, dass ein entsprechend kulanter Verkäufer wie Amazon in solchen Fällen sehr hilfreich sein kann. Mit Cyberport habe ich hingegen sehr schlechte Erfahrungen gemacht.

Quellen

Should I stay or should I go: Wechselmotive analyisieren

In unserem Video, welches sich an Bewerber für die co-IT.eu GmbH richtet, sprechen wir das Thema Wechselgründe an. Die folgende Linksammlung soll euch bei eurer Entscheidung helfen.

 

 

Wir werden die Liste kontinuierlich erweitern, sofern wir gut Artikel finden. Der geneigte Leser kann gerne weitere Vorschläge einreichen oder von seinen Erfahrungen berichten.

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